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Medizin studieren

Prüfungsstress

Wer hätte das gedacht: Das erste Mal in meinem Leben bin ich so richtig im Prüfungsstress und weiß nicht, wie ich das Pensum erfüllen soll. Innerhalb der nächsten neun Tage schreiben wir vier Klausuren: Zunächst Chemie – die wohl wichtigste Klausur –, gefolgt von Physik (von vielen bereits geschoben) und Prüfungen über Biologie und Anatomie. Welche die schwierigsten sind.

Glücklicherweise stehe ich in Anatomie relativ gut da, da ich den Stoff immer einigermaßen zeitnah aufbereitet habe. Vielen Kommilitonen ergeht es in dieser Hinsicht schlechter, die müssen das alles jetzt auch noch frisch in ihre Schädel pressen. Aber die tausend Enzyme, Proteine und Mechanismen in Biologie sind einfach komplex.

Es geht – und das ist für die allermeisten so – nicht mehr um gute Noten. Nein, „Vier gewinnt“ heißt die Devise. Denn die 60-Prozent-Hürde ist in so manchen Fächern tatsächlich sehr hoch angesetzt. Was einem wieder Mut verschafft, ist die Tatsache, dass die Durchfallquoten vor allem in Biologie doch einigermaßen Zuversicht spenden, mit gerade einmal neun Prozent. Im Vergleich zu 60 bis 70 Prozent in manchen Prüfungen des Physikstudiums ist das schon sehr komfortabel.

Kommilitonen sieht man eigentlich nur noch in der Bib über Büchern brütend, in der Mensa (denn für Kochen fehlt die Zeit) oder eben gar nicht. Aber gut, die Klausurenphase scheint echt intensiv zu sein, dafür ist sie aber auch sehr schnell wieder vorbei und dann winken zweieinhalb Monate Pause!

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  Aug 5, 2013
Autor: Johannes
Rubrik: studium
Aug 5, 2013

Medizin studieren

Kurze Pause vor dem Start

Noch einmal tiiieeef Luftholen und dann: Ab in den Lernstress! Das denke ich mir seit ungefähr einer Woche. Zuerst hatte ich beschlossen, für Terminologie mindestens zwei Tage zu lernen, genauso für die Physik-Klausur. Mittlerweile bin von diesem Ziel leicht abgewichen, denn: Klausuren kann man wiederholen, gutes Wetter und Grillen leider eher nicht so einfach!

Und so schrumpfen die geplanten Lernzeiten, die Lern-Beginn-Termine rutschen nach hinten und man stellt fest: Ups, fünf Prüfungen in zwei Wochen sind vielleicht doch nicht auf die leichte Schulter zu nehmen! Zumindest Anatomie und Biologie nicht! Chemie, gut, sollte man schon auch schaffen, sonst wird das schwer, den Stundenplan im zweiten Semester zu füllen: Den Chemie-Schein braucht man nämlich für Biochemie. Aber naja, das wird sich schon auch regeln!

Und so bleibt einfach ein dauerhaft schlechtes Gewissen, während man den Abend entspannt grillend, die Nacht feiernd und den Morgen schlafend verbringt. Ok, ganz so schlimm ist‘s auch nicht, da habe ich ein bisschen übertrieben. Grundsätzlich ist die Tendenz zum Prokrastinieren schon vorhanden. Scheint aber schon eine Krankheit im Semester zu sein. Lustigerweise hauptsächlich bei Jungs zu sehen: Während die Mädchen bewundernswerterweise Lernpläne aufstellen, Altklausuren kreuzen und gefühlt bereits alles wissen, gehen die Jungs kicken (auf dem Platz und vor der Mattscheibe), schwimmen und feiern.

Und ich? Kann mir einfach ausnahmsweise kein schlechtes Gewissen für den heutigen Tag einreden: Es geht einfach nichts über ein achtstündiges Beachvolleyball-Turnier bei 30 Grad und wolkenlosem Himmel. Jede Minute, in der mein Hirn und das meines Kommillitonen und Beach-Partners über Bio und Anatomie nachgedacht hätte, wäre die reinste Beleidigung für das Wetter gewesen. Aber morgen! Ja, morgen wird der Stoff dann ganz sicher total rigoros angegriffen.

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  Jul 24, 2013
Autor: Johannes
Rubrik: studium
Jul 24, 2013

Medizin studieren

Einmal Nürnberg und zurück

Man glaubt es kaum, aber ich habe es jetzt schon das zweite Mal in diesem Semester nach Hause geschafft. Bevor es im April losging, hatte ich noch damit gerechnet, vor August kaum den Weg in den Süden antreten zu können, da die 500 Kilometer eine rund siebenstündige Bahnfahrt bedeuten.

Wie es dazu kam, dass ich nun doch heimgefahren bin? Ich wollte dann doch ganz gerne auf die Abifeier meiner Schwester gehen. Ursprünglich hätte das von meinem Stundenplan her leider nicht geklappt, allerdings ergab sich dann eben eine Veränderung, die es zeitlich doch ermöglichte.

Allein das Transportmittel musste ich noch finden. Für eine Zugfahrt würde definitiv keine Zeit bleiben, die einzige Chance bestand im Autofahren. Also habe ich mir Mitfahrer gesucht, und anschließend einen Mietwagen gebucht. Wenn man Mitfahrer mitnimmt, heben sich in der Regel die Spritkosten auf und man bleibt nur noch auf den Kosten für den Mietwagen sitzen. Und die sind für zwei Tage ungefähr mit den Kosten eines Zugtickets vergleichbar.

Leider kam ich eineinhalb Stunden zu spät und habe alle Reden verpasst. Ich konnte aber die Pause zwischen den Reden und der eigentlichen Verleihung für meinen Auftritt nutzen und so eine gelungene Überraschung für meine Schwester schaffen. Die hatte nämlich gar nicht mit mir gerechnet und war enorm überrascht und wohl auch glücklich, als ich dann plötzlich vor ihr stand!

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  Jul 16, 2013
Autor: Johannes
Rubrik: studium
Jul 16, 2013