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Master live

Und was kommt dann?

Eine beliebte Frage, die ich als Studentin der Kulturanthropologie und Volkskunde schon zur Genüge gehört habe, ist: „Und was macht man dann später damit?“. Da mein Studium sich dem Ende neigt, muss ich mich konkret mit dieser Frage beschäftigen und bewerbe mich momentan auf offene Stellen. Bisher erhielt ich leider nur Absagen, aber ich lasse mich nicht entmutigen und bewerbe mich weiter um Volontariate bei Medienhäusern, Zeitungen, Radiosendungen und Museen. Außerdem reizt mich die Herausforderung des Diplomatendiensts im Auswärtigen Amt, allerdings sehe mich auch nach bezahlten Praktika, Freiwilligendiensten und Stellen zur Überbrückung während der Bewerbungszeit zwischen Master und Job um. Es ist bestimmt besser, sich breit aufzustellen. Es bleibt in jedem Fall spannend!
Während meines sechswöchigen Praktikums im Stadtmuseum Düren konnte ich Einblick in den Alltag eines Berufs gewinnen, den man als Kulturanthropologin ergreifen kann. Am meisten hat mich die Vielseitigkeit des Alltags positiv überrascht! Neben der Arbeit mit (historischen) Objekten, die mithilfe der Datenbank inventarisiert wurden, galt es, Zeitungsartikel zu recherchieren, Beiträge und Fotos für die sozialen Medien vorzubereiten, Museumsangebote für Kinder und Jugendliche zu konzipieren und sich aktiv an der Durchführung dieser Programme zu beteiligen. Dabei entdeckte ich ungeahnte Talente in mir: Ich wusste bereits, dass mir kreative Tätigkeiten liegen, aber dass ich in der Lage bin, Kindergartenkindern ein Teil der Stadtgeschichte näherzubringen und sie für die Museumsarbeit zu begeistern, war mir neu. Ob ich später wirklich einmal in einem Museum arbeiten werde, weiß ich noch nicht. Aber ich bin mir inzwischen sehr sicher, dass ich einen abwechslungsreichen Alltag mit vielseitigen Tätigkeiten und dem Kontakt zu möglichst unterschiedlichen Menschen brauche.

Autor: Nele  |  Rubrik: studium  |  May 23, 2019
Autor: Nele
Rubrik: studium
May 23, 2019

Master live

Wo ist meine Motivation?

Es ist doch wirklich wie verhext! Ohne Druck kann ich einfach nicht arbeiten. Es fällt mir so schwer, mich zu motivieren und zu konzentrieren, wenn ich weiß, dass ich noch viel Zeit für meine Masterarbeit habe. Bis Mitte November hätte ich theoretisch Zeit für diese Arbeit, aber eigentlich hatte ich mir mal vorgenommen, früher abzugeben, um schon im September mit der Ausbildung anfangen zu können. Ich will mich nicht beschweren, es ist ja auch schön, noch Zeit zu haben. Eigentlich ist es optimal: Ich könnte ganz entspannt jede Woche ein bisschen an der Masterarbeit arbeiten, leider kann ich mich aber einfach nicht aufraffen. Das kennen wahrscheinlich alle, man muss erst in Panik geraten, um die nötige Motivation aufzubringen. Ich ärgere mich trotzdem jeden Tag darüber. Und das ist genau der Punkt – wenn ich schon nicht an der Masterarbeit schreibe, dann sollte ich doch wenigstens die freie Zeit genießen und mich daran freuen, dass es eben gerade noch nicht stressig ist. Stattdessen nagt das schlechte Gewissen an mir und ich setze mich unter Druck. Ein Teufelskreis ...
Eine Strategie möchte ich nun ausprobieren: Anstatt mir bestimmte Ziele zu stecken, die ich dann nicht erreiche und mich darüber ärgere, möchte ich anfangen, mir lieber aufzuschreiben, was ich bereits gemacht und geschafft habe. So werden keine großen Erwartungen aufgebaut, die dann nur enttäuscht werden. Mal sehen, ob ich mit dieser Strategie besser zurechtkomme.

Autor: Franca  |  Rubrik: studium  |  May 15, 2019
Autor: Franca
Rubrik: studium
May 15, 2019

Master live

Es gibt ein Leben neben dem Studium

Bevor ich mich in die Vorbereitungen meiner Masterarbeit stürzte, blieb mir seit langem mal wieder Zeit, ein Buch zu lesen – nicht für die Uni, sondern nur für mich. Versteht mich nicht falsch, ich vertiefe mich gerne wissenschaftlich in ein Thema. Die Freizeitlektüre von Thrillern oder Liebesromanen hat aber natürlich eine andere Qualität. Ihr versteht bestimmt was ich meine.
Außerdem ging mein Sportpensum rasant in die Höhe. Während meines Praktikums im Stadtmuseum Düren trieb ich dreimal die Woche Sport, momentan ist es fast jeden Tag. Wahrscheinlich liegt dies aber auch am zunehmend frühlingshaften Wetter. Ich habe seit einigen Wochen viel mehr Energie und bin außerdem besser gelaunt. Vielleicht bilde ich mir das auch nur ein und der fehlende Prüfungsstress wirkt sich einfach positiv aus. In jedem Fall bin ich dankbar dafür, wo immer es herkommen mag.
Obwohl ich vor kurzem einen Liebesroman zu Ende gelesen habe, bin ich ein Fan von (deutschen) Thrillern, vorzugsweise solchen, die man gar nicht mehr aus der Hand legen kann. Wobei ich dann auch manchmal nachts wach liege, weil ich ein verdächtiges Geräusch gehört habe. Eine Freundin erzählte mir neulich, dass unser Gehirn Dinge, die wir vorm Schlafengehen aufnehmen, verstärkt verarbeiten. Das wäre eine Erklärung. Dann wirkt mein Leben neben dem Studium eben noch intensiver auf mich!

Autor: Nele  |  Rubrik: studium  |  May 9, 2019
Autor: Nele
Rubrik: studium
May 9, 2019