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Schülerleben live

Die erste Chance

Jetzt sind endlich Ferien, aber es war schon ein ungewohntes Gefühl, die Schule am Freitag ohne ein Zeugnis zu verlassen.
Samstag klingelte mein Wecker zur gewohnten Zeit. Ich wollte am Morgen direkt zum Pferd, weil ich für den Nachmittag bereits andere Pläne hatte. Da hier seit Tagen die Sonne scheint, konnte ich endlich wieder mit dem Moped fahren. Ansonsten wäre es mir nicht möglich gewesen, schon um acht Uhr gemeinsam mit meiner besten Freundin und unseren beiden Ponys auf dem Weg zum See zu sein. Es war ein schöner Ausritt und nicht nur wir, sondern auch viele Radfahrer und Hundebesitzer haben das Wetter genossen. Der eigentliche Grund für den Ausflug war jedoch, dass ich dringend ein passables Bewerbungsfoto von mir brauchte. Zum Glück ist meine Freundin eine gute Fotografin, sodass ich gegen zehn Uhr mit einem guten Foto auf dem USB-Stick auf dem Weg nach Hause war.
Schon vor einer Woche hatte ich die erste Bewerbung geschrieben, ich musste zu Hause nur noch das neue Bild einfügen und schon konnte ich die Bewerbung absenden. Ich bewarb mich um eine Stelle für ein Freies Ökologisches Jahr auf einem Hof, da ich herausfinden will, ob ich in dieser Branche später arbeiten möchte. Die Bewerbung hat ihre Feuertaufe bestanden – schon am selben Nachmittag bekam ich einen Anruf und eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch. Natürlich ist hiermit noch nichts entschieden, aber ich freue mich über diese Chance.
Die Ferien werde ich dafür nutzen, noch mehr Bewerbungen zu schreiben, man sollte schließlich alle Möglichkeiten in Betracht ziehen.

Autor: Laura  |  Rubrik: orientieren  |  12.03.2019
Autor: Laura
Rubrik: orientieren
12.03.2019

Schülerleben live

Wahre Freunde

Zwei von drei Ergebnissen des Vorabiturs habe ich mittlerweile schon erhalten. Ich muss sagen, dass ich von beiden Ergebnissen sehr positiv überrascht wurde. Das viele Lernen und Üben hat sich gelohnt! Ich bereue im Moment keine Stunde, die ich die letzte Zeit mit Büffeln statt mit schöneren Beschäftigungen verbracht hatte. Außerdem sind bald Ferien, dann kann ich alles nachholen, was ich verpasst habe. Bis dahin stehen jedoch noch zwei Klausuren auf dem Plan, eine davon in meinem vierten Prüfungsfach Biologie. Leider ist noch eine Leistungskontrolle in Chemie geplant – ein Fach, das mir zurzeit Probleme bereitet. Mein Kopf hat scheinbar wirklich etwas dagegen, sich all diese Reaktionen, Stoffe, Formeln und ähnliches einzuprägen. Zudem muss ich noch zwei Hausarbeiten ausarbeiten, die ebenfalls benotet werden.
Zum Glück unterstützen mich meine Freunde, wenn es um die Arbeit für die Schule geht. Mir ist aufgefallen, dass ich mich immer häufiger mit meinen Freunden zum Lernen verabrede statt zum Reden, Rausgehen oder Film gucken. Auf der einen Seite ist es natürlich schade, dass die Sachen, die Spaß machen, immer weniger Zeit finden. Doch anderseits besteht das Leben eben nicht nur aus Spaß und Vergnügen, sondern eben auch aus Arbeit. Das ist es doch auch, was eine wahre Freundschaft ausmacht, oder? Ich bin wirklich froh, dass ich behaupten kann, solche Freunde zu haben. Während sie mich in Chemie unterstützen, helfe ich ihnen mit Mathe. Zum Ausgleich sind für die Ferien schon die ein oder anderen lustigeren Treffen geplant, auf die wir uns freuen können.

 

Schülerleben live

Vorabitur

Ich hätte nie gedacht, dass eine Woche, in der man nur an drei Tagen von acht bis 13 Uhr in die Schule muss, so anstrengend sein kann. Aber das Vorabitur sollte man eben ernst nehmen. In meiner Schule wird das Vorabitur innerhalb einer Woche geschrieben, in der parallel für die jüngeren Klassen die Projektwoche stattfindet. Wir haben alle die Schüler der Schulen beneidet, die die Prüfungen für das Vorabitur innerhalb von zwei Wochen schreiben. Doch jetzt bin ich eigentlich ganz froh, dass ich das Ganze schneller hinter mir hatte. Jetzt heißt es erstmal aufatmen, denn für die nächste Woche steht keine Klausur an und dann sind auch erstmal Ferien.
Im Vorabitur haben wir gelernt, wie wichtig es ist, vor der Prüfung alle Zettel und Kärtchen aus dem Duden oder der Formelsammlung zu entfernen. Eine Schülerin unseres Jahrgangs hat das nämlich nicht gründlich genug getan. Während des Mathevorabiturs hat sie ihre Formelsammlung benutzt. Unglücklicher Weise ist nicht nur ihr, sondern auch dem Aufsichtslehrer aufgefallen, dass sich in diesem Buch noch eine Karteikarte versteckt hatte. Dass diese Karteikarte kein Spicker war und wahrscheinlich nicht einmal etwas mit Mathe zu tun hatte, ist dabei ganz egal. Die Schülerin musste ihre Arbeit abgeben und mit dem Wissen, gerade null Punkte erhalten zu haben, den Raum verlassen. Das ist wirklich ärgerlich bei einer Note, die so viel zählt und hätte nicht sein müssen. Ich bin mir jedenfalls sicher, dass ihr das nie wieder passieren wird und auch wir konnten aus ihrem Fehler lernen.

Autor: Laura  |  Rubrik: orientieren  |  19.02.2019