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Auf nach China!

Ein Stapel von chinesischen Wörter- und Lehrbüchern
Chinesisch pauken muss längst nicht jeder, der für ein Auslandssemester, ein Praktikum oder das gesamte Studium nach China geht. Insbesondere im Masterbereich gibt es viele englischsprachige Angebote.
Foto: Rothermel

Studieren in China – FAQ

Auf nach China!

Bevor man zu seinem Auslandssemester nach China aufbricht, um den sprachlichen, fachlichen und persönlichen Horizont zu erweitern, muss man einige Dinge organisieren – von A wie Auslands-BAföG bis W wie Wohnen.

Auslands-BAföG, Stipendien und mehr

Stipendienangebote für deutsche Studierende bieten unter anderem der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD), die chinesische Regierung, die Studienstiftung des deutschen Volkes oder auch das Bayerische Hochschulzentrum für China. Meist muss man sich bereits ein Jahr im Voraus bewerben. Auslands-BAföG ist eine weitere Option, auch für jene, die hierzulande nicht förderfähig nach BAföG sind – die Bedingungen für das Auslands-BAföG sind nämlich weniger streng.

Geld

Digitales Bezahlen ist in China weit verbreitet, mit deutschen Bankkarten jedoch nur sehr eingeschränkt möglich – eine Kreditkarte ist unabdingbar. Ansonsten wird bar mit Yuan, auch Renminbi genannt, bezahlt.

Internet und soziale Medien

Der Zugang zum Internet wird staatlich kontrolliert. Der Zugriff auf verschiedene Online-Angebote ist blockiert, darunter die von Google, Facebook, Twitter, WhatsApp und weiteren. Weibo ist das chinesische Pendant zu Twitter, statt WhatsApp nutzt man WeChat.

Jobben

Mit einem Studierendenvisum ist Arbeiten neben dem Studium in China nicht erlaubt.

Krankenversicherung

Vor dem Aufenthalt sollte man bei seiner deutschen Krankenkasse nachfragen, ob und wenn ja, wie lange der Versicherungsschutz auch in China gilt. Bei längeren Aufenthalten ist eine Auslandskrankenversicherung ratsam. Die medizinische Versorgung läuft fast ausschließlich über Krankenhäuser ab.

Sicherheit

Bis auf einige Grenzgebiete wie die Autonome Region der Uiguren Xinjiang ist der Aufenthalt in und das Reisen in China sicher. Insbesondere in Touristenzentren ist jedoch Vorsicht vor aufdringlichen Schwarzmarkthändlern und Betrügern geboten.

Sprache

Chinesischkenntnisse sind wohl der größte Hemmschuh für Interessenten: Je nach Fachrichtung muss für die Bewerbung an einer chinesischen Hochschule eine Mindestpunktzahl beim Sprachtest Hanyu Shuiping Kaoshi erreicht werden. Seit Jahren steigt aber die Anzahl an Programmen auf Englisch, vor allem in den Masterstudiengängen.

Studiengangsuche

Wer auf der Suche nach einem passenden Studiengang ist, kann sich an das Büro für Internationale Angelegenheiten seiner Hochschule wenden, und selbst etwa auf der englischsprachigen Website www.china-admissions.com/about-china-admissions recherchieren. Das Portal wurde 2010 von ehemaligen Austauschstudierenden aus England gestartet und soll ausländischen Interessenten helfen, ein passendes Angebot in China zu finden.

Studiengebühren

Sie variieren von Fach zu Fach und von Hochschule zu Hochschule. Ein Bachelorstudium kostete 2016 laut dem DAAD zwischen 425 und 850 Euro pro Studienjahr – je nach Region und Prestige der Hochschule. Für künstlerische oder medizinische Studiengänge können bis zu 1.400 Euro fällig werden und auch für weiterführende Studiengänge oder die Promotion bestehen vor allem bei englischsprachigen Angeboten hohe Gebühren. Stipendien und viele Kooperationsprogramme decken die Gebühren in der Regel bereits ab.

Visum

Ein Studierendenvisum muss direkt bei der chinesischen Botschaft oder einem Generalkonsulat in Deutschland beantragt werden. Vorgelegt werden muss dafür unter anderem der Zulassungsbescheid der Gasthochschule. Unterschieden wird zwischen einem „kleinen“ Studierendenvisum, das maximal 180 Tage gültig ist, und einem „großen“ Studierendenvisum, das bis zu 360 Tage gültig ist und verlängert werden kann. Das „große“ Studierendenvisum muss innerhalb von 30 Tagen nach der Einreise in China in eine Aufenthaltsgenehmigung umgewandelt werden. Den Reisepass samt Visum muss man jederzeit bei sich tragen.

Wohnen, Essen, unterwegs sein

Die Hochschulen stellen in der Regel Zimmer in Studentenwohnheimen zur Verfügung. Privat Wohnen ist auch möglich, aber Mieten außerhalb der Studentenwohnheime sind vor allem in Großstädten vergleichsweise teuer. Ebenfalls teuer sind Importprodukte wie Schokolade. Dafür ist das einheimische Essen, Bus- und Bahnfahren sehr günstig.

Volksrepublik China

Bevölkerung: etwa 1,4 Milliarden, rund 92 Prozent sind Han-Chinesen, hinzu kommen 55 Minderheiten, darunter Zhuang, Mandschu, Hui, Miao, Uiguren, Yi, Mongolen, Tibeter u. a. (2018)

Anzahl an Studierenden: circa 42 Millionen (2014)

Hauptstadt: Peking (Beijing) mit rund 21,5 Mio. Einwohnern (2018)

Fläche: rund 9,5 Millionen Quadratkilometer

Landessprache: Standard-Hochchinesisch („Putonghua“, basierend auf Mandarin), zudem gibt es zahlreiche Dialekte und Minderheitensprachen, darunter etwa Mongolisch, Tibetisch und Uigurisch

Religion: atheistische Staatsideologie; Buddhismus, Islam, Taoismus, protestantische und katholische „Staatskirchen“ sowie unabhängige Hauskirchen

Klima: im Norden kontinental, im Süden subtropisch
Hauptwirtschaftszweige: Dienstleistungssektor, Industrie, Landwirtschaft, Bergbau

 

Quellen: Auswärtiges Amt, UNESCO, Internationaler Währungsfonds

abi>> 07.02.2019