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Neue Vielfalt, neue Stadt

Augsburg Rathausplatz
Franziska Liehr zog für ihr Masterstudium von Freiburg ins bayerische Augsburg.
Foto: André Deco

Hochschulwechsel für das Masterstudium

Neue Vielfalt, neue Stadt

Franziska Liehr zog nach ihrem Bachelorabschluss von Freiburg nach Augsburg, um dort das Masterstudium in „Kunst- und Kulturgeschichte“ zu absolvieren. So konnte die 28-Jährige fachliche und private Beweggründe für einen Wechsel miteinander vereinen.

Als Geisteswissenschaftlerin ist Franziska Liehr vielseitig interessiert. Der interdisziplinäre Masterstudiengang „Kunst- und Kulturgeschichte“ an der Universität Augsburg entsprach daher genau ihren Vorstellungen: Dieser verbindet Kunstgeschichte, Musikwissenschaft, Archäologie, Ethnologie und Europäische Regionalgeschichte miteinander. „Man kann die einzelnen Fächer gleichwertig studieren oder Schwerpunkte festlegen“, schildert die 28-Jährige. Sie entschied sich zum Beispiel für Kunstgeschichte und Klassische Archäologie. „Ich finde es aber auch spannend, mich mit anderen kunst- und kulturhistorischen Bereichen befassen zu können.“

Diese interdisziplinäre Ausrichtung war einer der Gründe, weshalb sie nach ihrem Bachelorabschluss in „Kunstgeschichte“ und „Archäologische Wissenschaften“ an der Uni Freiburg für den Master an die Universität Augsburg wechselte. Außerdem erhielt ihr Freund in München eine Festanstellung und zog dafür nach Augsburg. Nach ihrem Bachelorstudium im August vergangenen Jahres folgte sie ihm nach. „Ich habe gerne in Freiburg gewohnt und hätte dort weiterstudieren können, aber ich wollte einen anderen Ort kennenlernen“, sagt sie. „Ich befasste mich also mit dem Studienangebot der Uni Augsburg und war gleich begeistert von der Beschreibung des Masterstudiengangs ‚Kunst- und Kulturgeschichte‘ – genau das wollte ich studieren.“

Bedingte Zulassung vor Bachelorabschluss

Ein Porträt-Foto von Franziska LIehr

Franziska Liehr

Foto: privat

Bei der Bewerbung um einen Masterstudienplatz in dem Fachgebiet setzt die Uni Augsburg ein Bachelorstudium in einem kunst- und kulturhistorischen Fach voraus – für Franziska Liehr war das kein Hindernis, da sowohl ihr Haupt- als auch ihr Nebenfach passten. Wenn das Bachelorzeugnis wie in ihrem Fall bis zur Bewerbung noch nicht vorliegt, ermöglicht die Uni Augsburg eine „bedingte Zulassung“ zum Masterstudiengang: Fehlende Nachweise, etwa das Bachelorzeugnis oder bestimmte Sprachkenntnisse, müssen dann innerhalb eines halben Jahres nachgereicht werden. Allerdings können Studierende diese Frist auch um ein weiteres Semester verlängern. Für den Master „Kunst- und Kulturgeschichte“ werden zudem Lateinkenntnisse vorausgesetzt. Franziska Liehr musste hierfür nicht noch einen Zusatzkurs belegen, da sie entsprechende Credit Points bereits in ihrem Bachelorstudium gesammelt hatte.

„Kurz nach meiner Bewerbung im Mai 2016 erhielt ich eine Zusage“, erinnert sich die Studentin. Während sich andere Kommilitonen noch auf Wohnungssuche begeben mussten, konnte sich Franziska Liehr schon auf ihr anstehendes Studium konzentrieren. „Mein Freund war bereits im Mai in unsere gemeinsame Wohnung gezogen – zu einem Zeitpunkt, zu dem es nicht ganz so schwierig ist, in einer Universitätsstadt eine Wohnung zu finden“, sagt sie. „Da er außerdem ein festes Einkommen erhält, hatten wir es wahrscheinlich leichter als Studierende, die bei der Wohnungssuche auf eine Elternbürgschaft angewiesen sind.“

Schnell eingelebt in der neuen Heimat

Inzwischen ist sie im dritten Semester ihres Masterstudiums und ist nach wie vor froh über die Entscheidung, die Hochschule gewechselt zu haben. „Auch für die berufliche Zukunft ist es gut, zu lernen, sich in einem neuen Umfeld zurechtzufinden“, findet sie. Durch den Ortswechsel hat sie auch neue Kontakte zu Professoren und Kommilitonen geknüpft.

In der Stadt hat sie sich schnell eingelebt: „Durch das große Freizeitangebot lernt man schnell neue Leute kennen“, betont sie. Außerdem schätze sie die Museums- und Kulturlandschaft Augsburgs, „diese ist sehr reich und bietet viel Abwechslung.“ Augsburg hält sie für einen Geheimtipp: „Die Uni hat ein interessantes Vorlesungsverzeichnis und man wird gut betreut.“ Von Vorteil sei auch die überschaubare Größe der Hochschule: „Man kennt sich nach einiger Zeit und bekommt das Gefühl, die Dozenten bei Problemen jederzeit ansprechen zu können.“

abi>> 14.11.2017