Fantasie, Vorstellungskraft und Kreativität

Ein Büro einer Kreativagentur
Es gibt nicht den einen Zugang zur Werbebranche. Dennoch sollte man kreativ und unter Druck arbeiten können.
Foto: Ralf Kornmann

Ich will was machen mit Werbung

Fantasie, Vorstellungskraft und Kreativität

Ob als Grafiker, Werbetexter oder Kundenberater: Wer sich für einen Job in der Werbebranche interessiert, sollte nicht nur kreativ und einfallsreich sein, sondern auch mit Zeitdruck und sich ständig verändernden Anforderungen umgehen können. Welche Ausbildungswege und Studiengänge in die Branche führen, erfährst du hier.

Rieke Hansen absolviert eine duale Ausbildung zur Kauffrau für Marketingkommunikation bei der Marken- und Designagentur Peter Schmidt Group in Hamburg. Sie erstellt zum Beispiel Kostenvoranschläge für Kunden, Aufträge für Dienstleister und Lieferanten oder bereitet Präsentationen auf. „Bei so einer Präsentation wird einem Kunden zum Beispiel ein neues Corporate Design vorgestellt und präsentiert, wie das neue Logo auf den Produkten, der Website und Werbemitteln wirkt“, erklärt die 22-Jährige.

Am liebsten arbeitet Rieke Hansen an kreativen Projekten mit. Dabei stehen sie und ihre Kollegen jeden Tag vor neuen Herausforderungen. „Die Kunden wünschen sich Änderungen im Design, obwohl die Produktion bereits veranlasst ist; Ansprechpartner wechseln, Projekte werden beendet, weil Etats gestrichen werden oder andere Projekte für den Kunden wichtiger sind. Solche Abläufe machen den Job spannend und man kann sich super in Gelassenheit üben.“ Ein gutes Zeitmanagement und Organisationstalent sind dabei wichtige Voraussetzungen, um den Überblick zu behalten. „Natürlich schadet auch ein gesundes Selbstbewusstsein nicht. Wenn man nach der Ausbildung als Berater tätig sein möchte, muss man seine Ideen, Vorschläge und kritischen Äußerungen einbringen und dafür einstehen.“

Breit gefächertes Berufsfeld

Ein Porträt-Foto von Rieke Hansen

Rieke Hansen

Foto: privat

Die Ausbildung für Kaufleute für Marketingkommunikation – früher Werbekaufleute genannt– ist nur eine von vielen Möglichkeiten, in der Werbebranche Fuß zu fassen (Mehr dazu erfährst du in der Berufsübersicht „Viele Wege führen in die Werbung“). „Wer sich für dieses Berufsfeld interessiert, sollte sich zunächst überlegen, ob ihn an der Werbung der künstlerische, der kaufmännische oder der technische Aspekt interessiert und ob für ihn eher eine Ausbildung oder ein Studium infrage kommt“, sagt Berufsberater Jörg Michael Wenzler von der Agentur für Arbeit in Esslingen.

Wer sich gerne kreativ betätigen möchte, für den könnte zum Beispiel eine Ausbildung zum/zur Mediengestalter/in interessant sein, die in den Bereichen „Digital und Print“ sowie „Bild und Ton“ angeboten wird. Die Hochschulen bieten hier noch mehr Möglichkeiten. Neben verschiedenen Designstudiengängen wie Kommunikations- oder Produktdesign (mehr dazu erfährst du in der Studienreportage „Studium für kreative Gestalter“), kann auch ein Studium an einer Filmhochschule oder mit dem Schwerpunkt Fotografie einen Einstieg in die Werbewelt eröffnen. Für die Hochschulbewerbung müssen Abiturienten meist erste Arbeitsproben oder praktische Erfahrungen vorweisen können. Neben staatlichen Hochschulen gibt es auch viele private Akademien mit entsprechenden Angeboten. „Hier sollte man sich im Vorfeld allerdings sehr genau informieren, wie hoch die Kosten sind, die da auf einen zukommen“, erklärt der Berufsberater. Zudem sind nach wie vor nicht alle privaten Angebote staatlich zertifiziert, was oftmals einen erschwerten Berufseinstieg für Absolventen mit sich bringt.

„Es gibt nicht den einen Zugang“

Ein Einstieg im kaufmännischen Bereich kann etwa über ein betriebswirtschaftliches Studium mit Schwerpunkt Marketing, Medien oder Kommunikation erfolgen, aber auch eine Ausbildung, etwa zum Kaufmann oder zur Kauffrau für audiovisuelle Medien, wäre denkbar. „Nicht zuletzt werden auch Technikexperten wie Programmierer oder Medieninformatiker gebraucht, die in der Lage sind, die Ideen der Werber technisch umzusetzen“, erklärt der Berufsberater.

Generell gilt: „Es gibt nicht den einen Zugang zu diesem Berufsfeld, sondern viele verschiedene. Manche Werbetexter haben auch ein klassisches geisteswissenschaftliches oder sozialwissenschaftliches Studienfach studiert. Da diese Studiengänge nicht auf eine spezielle Tätigkeit vorbereiten, kommt es hier vor allem darauf an, schon im Laufe des Studiums entsprechende Grundsteine zu legen. Zum Beispiel über Praktika oder die freie Mitarbeit in einer Werbeagentur.“ (Mehr zum Thema liest du in der Berufsreportage „Familiäres Verhältnis am Arbeitsplatz“). Nach dem Studium kann es insbesondere bei den großen und namhaften Agenturen von Vorteil sein, schon einen Fuß in der Tür zu haben und sich damit von Mitbewerbern abzuheben. „Vollzeitjobs nach dem Studium sind zum Teil hart umkämpft. Außerdem lernt man die Branche schon vor dem Berufsstart kennen“, fügt Jörg Michael Wenzler an.

Die Verdienstmöglichkeiten in der Werbung gestalten sich sehr unterschiedlich und sind stark abhängig von Qualifizierung und Alter der Beschäftigten sowie von Unternehmensgröße und -standort. Ein Werbetexter verdient laut dem Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit im Mittel 4.675 Euro brutto monatlich.

Umkämpftes Arbeitsfeld

Welche Fähigkeiten man in der Werbung braucht, hängt vom jeweiligen Tätigkeitsfeld ab. „Ob in einer Werbeagentur oder der Marketingabteilung eines Unternehmens: Grundsätzlich kann man sagen, dass Fantasie, Vorstellungskraft und Kreativität wichtige Voraussetzungen sind.“ Da Projekte meist mit Deadlines verbunden sind, ist das Arbeiten unter Zeitdruck – insbesondere in Agenturen – keine Seltenheit. „Zwar gibt es auch dort mal ruhige Phasen, in jedem Fall muss man aber mit einer ständig wechselnden Arbeitsauslastung zurechtkommen.“

Laut der Statistik der Bundesagentur für Arbeit waren 2017 rund 171.000 Personen als Werbe- und Marketingfachleute sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Darunter fallen Tätigkeiten, für die beispielsweise eine Ausbildung als Kaufmann/frau für Marketingkommunikation, eine Weiterqualifizierung als Fachkaufmann/frau für Marketing oder ein abgeschlossenes Studium als Marketingbetriebswirt erforderlich sind. „Zwar befindet sich der Arbeitsmarkt für Werbung im Wachstum. Der Berufseinstieg gestaltet sich aufgrund der großen Beliebtheit des Arbeitsfeldes jedoch oftmals nicht ganz einfach, denn die Konkurrenz um freie Stellen ist groß. Bewerber sollten ein hohes Maß an Engagement, Durchhaltevermögen und Eigeninitiative mitbringen und schon während des Studiums entsprechende Kontakte knüpfen“, rät Claudia Suttner vom Team Arbeitsmarktberichterstattung der Bundesagentur für Arbeit.

Weitere Informationen

berufsfeld-info.de

Infoportal der Bundesagentur für Arbeit zu Ausbildung, Studium und Weiterbildung
www.berufsfeld-info.de

BERUFENET

Das Netzwerk für Berufe der Bundesagentur für Arbeit mit über 3.000 aktuellen Berufsbeschreibungen in Text und Bild (Suchwort: Werbung)
www.berufenet.arbeitsagentur.de

KURSNET

Portal für Aus- und Weiterbildung der Bundesagentur für Arbeit
kursnet-finden.arbeitsagentur.de

BERUFE TV

Das Filmportal der Bundesagentur für Arbeit gibt Einblick in viele verschiedene Berufe in der Werbung.
www.berufe.tv

JOBBÖRSE

Die Online-Stellenbörse der Bundesagentur für Arbeit
https://jobboerse.arbeitsagentur.de

studienwahl

Infoportal der Stiftung für Hochschulzulassung in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit. Hier kannst du im „finder“ nach Studiengängen in ganz Deutschland suchen. (Suchwort: Werbung)
www.studienwahl.de

Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft ZAW

Der ZAW ist ein Zusammenschluss von Unternehmen und Organisationen aus der Werbung.
www.zaw.de

 

Kommunikationsdesign

Studium für kreative Gestalter

In ihrem Kommunikationsdesignstudium an der Fakultät für Gestaltung der Hochschule Mannheim arbeitet Fiona Oehler (22) mit den verschiedensten Medien und Materialien. Zwar richtet sich der Studiengang an künstlerisch begabte Bewerber, doch geht es dabei um viel mehr, als um das Gestalten zu rein ästhetischen Zwecken.

Kommunikationsdesign bedeutet, Informationen medienübergreifend und auf unterschiedlichste Art und Weise aufzubereiten und zu vermitteln. Das ist viel mehr als die rein ästhetische Gestaltung von Plakaten, Corporate Designs oder Broschüren“, erklärt Fiona Oehler, die im siebten Semester schon in den letzten Zügen ihres Bachelorstudiums ist. Diese Vielfalt war es letztendlich auch, die den Ausschlag zur Wahl des Studiengangs gab. „Schon in der Schulzeit hatte sich herauskristallisiert, dass ich später im kreativen Bereich tätig sein möchte. Ein anderes Gebiet kam eigentlich nie infrage.“

Bereits bei der Bewerbung musste die Studentin den hohen Anforderungen des Studienfachs gerecht werden und neben einem Studienmotivationsschreiben auch einen sogenannten „Nachweis der künstlerischen Eignung“ erbringen. Dabei handelt es sich um eine Mappe mit Arbeitsproben wie Zeichnungen, Skizzen, oder Fotografien. Nachdem sie diese eingereicht hatte, wurde sie zur Eignungsprüfung eingeladen. Diese bestand neben einem Test mit kurzen Aufgaben und Kreativitätsproben aus einem gestalterischen Part, für den sie mehrere Stunden Zeit hatte. „Ich bekam die Aufgabe, das Zitat ‚Lieber einen Knick in der Karriere als im Rückgrat‘ visuell in Form eines Storyboards umsetzen, das heißt ich habe das Konzept einer kurzen Geschichte visuell und zeichnerisch dargestellt“, erklärt Fiona Oehler.

Eigene Schwerpunkte setzen

Ein Porträt-Foto von Fiona Oehler

Fiona Oehler

Foto: privat

Um optimal auf den späteren Beruf vorbereitet zu sein, ist das Studium sehr praxisbezogen. Fast jeder Kurs endet mit einer praktischen Arbeit. „Meist kreieren wir etwas Praxisbezogenes wie ein Magazin oder eine Fotostrecke, parallel dazu werden Theorien und Vorgehensweisen vermittelt“, erzählt die 22-Jährige. Die Studierenden können zum Beispiel aus den Bereichen Editorial Design und Typografie, Brand Design, Fotografie und Film, Animation und 3-D oder Advertising Design wählen. Editorial Design dreht sich vorrangig um das Gestalten von Zeitschriften und Magazinen, wobei es beim Brand Design eher um die visuelle Gestaltung einer unternehmerischen Vision geht. Advertising Design lehrt die verfügbaren Medien und Werbekanäle fachgerecht zu bespielen. Nach zwei Semestern Grundstudium konzentrierte sich Fiona Oehler auf Typografie und Printmedien – also hauptsächlich Editorial Design – sowie auf die Fotografie.

Zusätzlich stellt sie sich in jedem Semester einer Herausforderung. „Um mich weiterzuentwickeln, wähle ich jeweils einen Kurs, der außerhalb meiner Komfortzone liegt.“ So fand sie sich zum Beispiel im Kurs „Generatives Gestalten mit Processing“ wieder. Hierbei werden Bilder oder Animationen auf der Grundlage einer Programmiersprache und Algorithmen erzeugt.

Selbstständigkeit als Ziel

Auch außerhalb der vorgegebenen Kurse hat die Studentin die Möglichkeit, praktische Erfahrungen zu sammeln. Mehrfach war sie schon (Chef-)Redakteurin des „komma“-Magazins, das die Studierenden der Fakultät für Gestaltung ehrenamtlich herausgeben. „Da die Arbeit nicht allein während des Semesters zu stemmen ist, arbeiten wir in den Ferien vier bis fünf Tage pro Woche daran. Das ist eine sehr schöne Möglichkeit, auch nebenher praktisch zu arbeiten und etwas ‚Echtes‘ zu kreieren.“

Ihre Bachelorarbeit will Fiona Oehler Mitte des Jahres abschließen und sich anschließend für ein Masterstudium bewerben. Zudem arbeitet sie momentan neben dem Studium für ein Wiener Designstudio, bei welchem sie auch ihr Praxissemester absolviert hat. „Langfristig gefällt mir die Idee, mich selbstständig zu machen, nachdem ich einige Jahre Berufserfahrungen gesammelt habe – hoffentlich auch im Ausland. Hier steht London als Traumziel ganz oben auf meiner Liste.“

 

Creative Director

Familiäres Verhältnis am Arbeitsplatz

Während eines Praktikums hat Heiner Twenhäfel (36) die Liebe zum Texten entdeckt. Heute arbeitet der Werbetexter als Creative Director bei einer Berliner Werbeagentur, wo er besonders die familiäre Atmosphäre schätzt.

Am interessantesten ist die Kampagnenentwicklung – die erste Idee, wie man ein Produkt oder einen Service bewerben will. Da hat man den größten kreativen Spielraum“, sagt Heiner Twenhäfel über seine Arbeit in der Werbebranche. Der 36-Jährige, der aktuell bei der Werbeagentur BBDO in Berlin arbeitet, hat schon Werbekampagnen für bekannte Marken wie Smart, O2, Edeka, Vodafone, Ikea und Volkswagen entworfen. „Im letzten Jahr haben wir zum Beispiel eine Kampagne für die Deutsche Bahn mit dem ehemaligen Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg und dem Rockstar Iggy Pop gemacht.“

Um Werbetexter zu werden, gibt es keinen festgelegten Weg. Genau deshalb arbeiten auch sehr viele Quereinsteiger in der Branche. Heiner Twenhäfel selbst hat Kommunikationsdesign an der Fachhochschule Aachen studiert. „Mit diesem Abschluss kann man zum Beispiel als Art Direktor, also als Grafiker, in die Werbung einsteigen. Ich selbst habe in einem Praktikum meine Liebe zum Texten entdeckt und bin dabei geblieben.“

Ehrenkodex der Kreativen

Ein Porträt-Foto von Heiner Twenhäfel

Heiner Twenhäfel

Foto: privat

Die Ideen und Texte, die sich Werbetexter ausdenken, können Headlines für Anzeigen und Plakate, Radiospots oder auch Claims sein. Ein berühmtes Beispiel für einen solchen Claim ist „Geiz ist geil“, ein Werbeslogan der Elektronikhandelskette Saturn. Aber auch das Aufschreiben von Filmskripten ist typisches Texter-Handwerk. Wer länger dabei ist, kann vom Junior-Texter bis zum Senior-Texter aufsteigen, der dann nicht nur für die Idee, sondern auch dafür verantwortlich ist, dass aus dem gedrehten Material ein guter Werbefilm geschnitten wird.

Einen großen Teil seiner Arbeitszeit verbringt ein Werbetexter aber vor dem Laptop, bevor er seine Texte und Ideen dem Creative Director präsentiert. „Der sagt dann, was er gut findet und wo es noch Verbesserungspotenzial gibt. Genau das ist inzwischen mein Job“, erklärt Heiner Twenhäfel. „Ich sitze also die meiste Zeit in Besprechungen mit Kreativen, bewerte ihre Texte und Ideen, versuche sie noch besser zu machen, wähle die besten Ergebnisse aus und präsentiere sie dann dem Kunden.“

Am meisten Spaß macht ihm die Abwechslung. „In der Werbung wird es niemals langweilig, denn mit jedem neuen Kunden und jeder neuen Kampagne muss man wieder ein ganz anderes Problem auf kreative Weise lösen. Besonders als Texter muss man sich mit jedem Produkt, das man bewirbt, auskennen und lernt so die unterschiedlichsten Themenfelder kennen“, erläutert er. „Außerdem gehört es zum Ehrenkodex eines Kreativen, niemals Ideen oder Texte von anderen zu kopieren. Das heißt: Alles, was es schon mal gab, geht nicht mehr. Man muss immer wieder neue Ideen haben.“

In der Werbewelt kennt jeder jeden

Wer einen Werbetexterjob anstrebt, sollte seiner Meinung nach vor allem gesunden Menschenverstand, Neugier, Interesse an und ein Talent für Sprache mitbringen. „Außerdem sollte man mit einem gewissen Leistungsdruck umgehen können, braucht Ausdauer und wenigstens ein kleines bisschen Verrücktheit.“

Besonders gut gefällt ihm der offene Umgang innerhalb der Agenturen. „Da wird schon mal der Geschäftsführer vom Praktikanten geduzt und jeder kann ganz er selbst sein. Dagegen ist mir die Arbeit in vielen anderen Bürojobs viel zu steif.“ Bevor er zu seinem jetzigen Arbeitgeber kam, war Heiner Twenhäfel fünf Jahre lang bei der Werbeagentur Jung von Matt in Hamburg, dann zog es ihn aus privaten Gründen nach Berlin. „Für diese Branche ist das ein recht langer Zeitraum. In Berlin habe ich bei einem meiner ehemaligen Chefs angeklopft und dann ging alles ganz schnell.“

 

Ich will was machen mit Werbung – Personalerstatements

Kreative Köpfe gesucht

Drei Personalverantwortliche berichten, welche Möglichkeiten sie Abiturienten bieten und was man mitbringen sollte, um in der schnelllebigen Werbebranche Fuß zu fassen.

Stefan Lembcke, People & Culture Manager bei der Werbeagentur Scholz & Friends Hamburg GmbH

Direkt nach dem Abitur kann man bei Scholz & Friends mit einer beruflichen Ausbildung einsteigen, zum Beispiel als Kaufmann für Marketingkommunikation oder Kaufmann für Büromanagement. Auch im Bereich Mediengestaltung suchen wir Nachwuchs. Nach erfolgreicher Ausbildung geht es dann als Junior Account Manager in der Kundenberatung, als Junior Art Director in der Kreation oder als Junior People & Culture Manager im Personalbereich weiter. Die Bereiche sind vielfältig und es ist möglich, einen Fokus innerhalb der innerbetrieblichen Ausbildung zu setzen, der den eigenen Stärken entgegenkommt.

Ein Porträt-Foto von Stefan Lembcke

Stefan Lembcke

Foto: privat

Für Abiturienten, die sich für ein Studium entscheiden, bieten wir bezahlte Praktika in den Bereichen Strategie, Kreation (Grafik/Design oder Text) oder der Kundenberatung an. Wer noch unschlüssig ist, welcher Bereich der richtige für ihn ist, sollte an unseren jährlichen Nachwuchsinitiativen wie dem Strategy Weekend oder dem Texter-Workshop teilnehmen, um noch mehr Einblick in die Berufsfelder zu erlangen.

Abiturienten können natürlich noch nicht so viele Stationen im Lebenslauf vorweisen. Schulische Zeugnisse und die Aufmachung der Bewerbung bekommen dadurch mehr Gewicht. Wir interessieren uns aber auch dafür, was die Bewerber als Menschen ausmacht. Passt jemand von der Persönlichkeit zur Unternehmenskultur und in das Team? Darüber sagen Freizeitaktivitäten oder privates Engagement oft mehr aus als Schulnoten. Gute Voraussetzungen für die Arbeit in einer Agentur sind Kommunikationsstärke, Flexibilität, Belastbarkeit und Teamgeist. Außerdem kann ein Hang zum Pragmatismus hilfreich sein, um auf die komplexen Anforderungen des Jobs schnell reagieren zu können.

Christina Wilbert, HR-Managerin bei der Kommunikationsagentur achtung! in Hamburg

Abiturienten und Hochschulabsolventen können bei uns als Azubi, Trainee oder auch – je nach Berufserfahrung, Studienrichtung und gewünschtem Beruf – als Junior einsteigen. Ausgebildet haben wir schon im Bereich Fachinformatik, Marketingkommunikation, Mediengestaltung und Büromanagement. Wer sich vorstellen kann, Kunden zu beraten, Social-Media-Kanäle mit Inhalten zu füllen, Texte zu unterschiedlichen Branchethemen zu schreiben oder im Kommunikationsdesign tätig zu sein, ist bei uns als Trainee richtig. Für Studierende bieten wir viele Praktika und Werkstudententätigkeiten an, die sich gut in das Studium integrieren lassen.

Ein Porträt-Foto von Christina Wilbert

Christina Wilbert

Foto: privat

Besonders viel Wert legen wir darauf, dass eine Bewerbung deutlich macht, was den Bewerber bzw. die Bewerberin ausmacht und motiviert und wohin er oder sie möchte. Hervorheben kann man sich durch einen besonders übersichtlichen Lebenslauf und erste praktische Erfahrungen in dem gewünschten Beruf. Persönlich bin ich eher dafür, die Bewerbung möglichst schlicht zu halten und nicht mit zu vielen Farben und Schriftarten zu experimentieren: Letztendlich zählt der Inhalt.

Was in unserer Branche sehr wichtig ist, ist die Lust auf die Arbeit im Team: Ob an der Schnittstelle zu unseren Kunden oder innerhalb der Agentur – Zusammenarbeit und das Interesse für Kommunikation ist der Schlüssel unseres Erfolgs. Darüber hinaus ist die Branche sehr schnelllebig und dynamisch. Das bedeutet, dass sich ständig neue Chancen auftun, Teams sich verändern oder Ansprechpartner wechseln. Wer Lust hat, schnell viel Verantwortung zu übernehmen und eine steile Lernkurve hinzulegen, der ist hier genau richtig.

Sylvia Piske, Leitung HR-Abteilung der Werbeagentur wob AG in Viernheim

Abiturienten, die nicht studieren wollen, haben bei uns die Möglichkeit, eine Ausbildung zum Kaufmann für Marketingkommunikation und zum Kaufmann für Büromanagement zu absolvieren. Außerdem sind wir Kooperationspartner der Dualen Hochschule Baden-Württemberg für Studiengänge wie z. B. Marketingmanagement, Medien- und Kommunikationswirtschaft, Digitale Medien oder Mediendesign. Natürlich freuen wir uns auch über Bewerbungen von Abiturienten, die vor Beginn einer Ausbildung oder eines Studiums in einem Praktikum herausfinden möchten, ob eine berufliche Zukunft in der Werbebranche für sie interessant sein kann.

Ein Porträt-Foto von Sylvia Piske

Sylvia Piske

Foto: privat

Eine Bewerbung muss nicht umwerfend kreativ gestaltet sein, aber sie sollte individuell sein und uns ansprechen. Ich möchte ein Gefühl dafür bekommen, wer der Bewerber ist, wo er seine Stärken sieht und wie stark sein Interesse an Werbung, Kommunikation und an Kreation ist.

In der Agenturbranche sind echte Teamplayer erwünscht. Die Ergebnisse unserer Arbeit sind immer die Ergebnisse einer guten Kommunikation – sowohl innerhalb der Agentur als auch mit dem Kunden. Wer den digitalen Wandel mitgestalten möchte, ist in unserer Branche genau richtig. Wir brauchen Mitarbeiter, die offen und kommunikativ sind, die sich und ihre Arbeit selbst organisieren können und die gerne eigenverantwortlich arbeiten möchten. Wir achten darauf, dass der Bewerber als Person zu uns passt. Fachwissen lässt sich verhältnismäßig einfach aufbauen aber es ist fast unmöglich, Charaktereigenschaften zu verändern. Zu diesem Zweck führen wir intensive Gespräche und finden heraus, was der Bewerber wirklich sucht, um das mit dem abzugleichen, was wir brauchen.

 

Übersicht

Viele Wege führen in die Werbung

Wer sich für die Werbebranche interessiert, findet eine breite Palette an Studien- und Ausbildungsmöglichkeiten, vom Kommunikationsdesigner bis zum Mediengestalter.

Studienberufe

Account-Manager/in

• Aufgaben: Pflege der Kundenbeziehungen eines Unternehmens, Anwerben neuer Kunden, Betreuung von Bestandskunden und Vertriebspartnern
• Mögliche Arbeitgeber: Unternehmen aller Wirtschaftsbereiche

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Art-Direktor/in

• Aufgaben: Entwicklung und gestalterische Umsetzung von Werbe- und Marketingkonzepten und Koordination der grafischen und typografischen Realisierung
• Mögliche Arbeitgeber: Werbe- und Kommunikationsagenturen, freie Grafik-Design-Büros, On- und Offline-Medienverlage, Werbefilmproduktionsgesellschaften, Repro- oder Lithografieanstalten bzw. Hersteller digitaler Präsentationsmedien

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Betriebswirt/in (Hochschule) - Werbung, Marketingkommunikation

• Aufgaben: Planung, Organisation und Überwachung von Werbe- und Kommunikationsmaßnahmen sowie Koordination der gestalterischen Umsetzung
• Mögliche Arbeitgeber: Werbe- und Kommunikationsdienstleister, Unternehmen nahezu aller Wirtschaftsbereiche, Verbände, Organisationen und Interessenvertretungen

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Kommunikationsdesigner/in

• Aufgaben: Planung und Gestaltung von Medien aller Art, z.B. Anzeigen, Plakate, Internetseiten oder audiovisuelle Elemente
• Mögliche Arbeitgeber: Werbe-, Medien- und PR-Agenturen, Grafikdesign-Büros, Verlage und Rundfunkanstalten, Ausstellungs- und Kongressveranstalter und Hochschulen

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Werbetexter/in

• Aufgaben: Entwicklung und Formulierung von Slogans und Texte für Werbekampagnen, Broschüren, Radio- und Fernsehspots oder für Internetauftritte
• Mögliche Arbeitgeber: Werbe-, PR-, Kommunikationsdesign- und Medienagenturen, Werbeabteilungen von Unternehmen aller Branchen, Messegesellschaften und Unternehmensberatungen

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Ausbildungsberufe

Gestalter/in für visuelles Marketing

• Aufgaben: Entwicklung und Umsetzung visueller Gestaltungskonzepte, beispielsweise für Verkaufs-, Präsentations- oder Ausstellungsräume, Waren, Produkte und Dienstleistungen
• Mögliche Arbeitgeber: Einzelhandelsgeschäfte wie z.B. Kauf- und Möbelhäuser, Kongresszentren und Ausstellungsveranstaltern

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Kaufmann/-frau für audiovisuelle Medien

• Aufgaben: Kaufmännische und organisatorische Betreuung der Herstellung audiovisueller Produkte
• Mögliche Arbeitgeber: Rundfunkanstalten, Unternehmen der Filmwirtschaft, Multimedia-Werbeagenturen und Verlage

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Kaufmann/-frau für Marketingkommunikation

• Aufgaben: Entwicklung und Umsetzung zielgruppengerechter Marketing- und Werbemaßnahmen
• Mögliche Arbeitgeber: Agenturen und Beratungsfirmen, z.B. Werbe-, PR- und Eventagenturen sowie Marketing- und Kommunikationsabteilungen von größeren Unternehmen unterschiedlicher Wirtschaftsbereiche oder von Behörden

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Mediengestalter/in Digital und Print

• Aufgaben: Konzeption und Gestaltung verschiedener Medien, wie z.B. Flyer, Poster, Prospekte, Zeitschriften oder Musikvideos
• Mögliche Arbeitgeber: Werbeagenturen bzw. Werbeabteilungen, Unternehmen der Druck- und Medienwirtschaft

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Stand: 19.09.2019