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Eintauchen in die spanische Lebensart

Ansicht von Barcelona
Während seiner Sprachreise hatte Felix Hoffmann nicht nur Zeit, das schöne Barcelona zu erkunden, sondern auch die Menschen und die Kultur kennenzulernen.
Foto: Antonia Möller

Sprachreise Barcelona

Eintauchen in die spanische Lebensart

Nach dem Abi entschied sich Felix Hoffmann für eine Sprachreise nach Barcelona. Die Auszeit half dem 19-Jährigen nicht nur dabei, seine Spanischkenntnisse zu verbessern, sondern auch bei seiner Entscheidung für ein Studienfach.

„Nach dem Abitur habe ich etwas Zeit gebraucht, um darüber nachzudenken, was ich studieren möchte“, erklärt Felix Hoffmann. Um gleichzeitig seine Sprachkenntnisse zu verbessern, wollte er die Zeit für eine Sprachreise nutzen. Seine Wahl fiel auf Barcelona: „Spanisch hatte ich bereits an der Schule – dadurch fing ich nicht bei null an. Außerdem kannte ich Barcelona bereits von einem Kurztrip und konnte mir gut vorstellen, dort längere Zeit zu verbringen“, erzählt der junge Mann aus Berlin.

Die Sprachreise buchte der Abiturient über EF Education. Entschieden hat er sich für ein Paket, das einen Sprachkurs sowie die Unterkunft bei einer Gastfamilie enthielt. „Um den Flug und den Transfer vom Flughafen zur Gastfamilie habe ich mich selbst gekümmert“, erinnert sich der 19-Jährige. „Dadurch war es etwas günstiger.“ Der Programmpreis für zwei Wochen liegt bei etwa 950 Euro inklusive Unterkunft bei einer Familie. „Das ist natürlich nicht ganz billig. Zum Glück hat meine Mutter die Kosten übernommen, dafür bin ich sehr dankbar. Ich finde aber, dass es sich vollkommen gelohnt hat.“

„Anspruchsvoll, aber machbar“

Ein Porträt-Foto von Felix Hoffmann

Felix Hoffmann

Foto: privat

Ende August ging es los: Vier Monate Sprachkurs lagen vor Felix Hoffmann. Am ersten Unterrichtstag fand zunächst ein Einstufungstest statt, um das sprachliche Niveau der Teilnehmer einzuordnen. „Meine Kenntnisse lagen im fortgeschrittenen Anfängerbereich“, erinnert er sich. „Anschließend wurden wir den Kenntnissen entsprechend in kleine Gruppen aufgeteilt.“
Begeistert erzählt er, wie abwechslungsreich der Unterricht gestaltet wurde: „Die Lehrer waren sehr ambitioniert und sind immer auf unsere Wünsche eingegangen. Wir konnten den Unterricht aktiv mitgestalten.“ Neben Präsentationen und Grammatiklektionen gab es viele praktische Übungen in der Gruppe. „Nach dem Unterricht mussten wir noch Vokabeln lernen oder auch mal einen Aufsatz schreiben.“ Auf diese Weise konnte er schnell Fortschritte erzielen: „Über meine anfänglichen Grundkenntnisse bin ich weit hinausgekommen. Ich spreche zwar noch nicht fließend Spanisch, kann mich aber schon ziemlich gut im Alltag verständigen.“

Der Unterricht fand vormittags statt, am Nachmittag hatten die Schüler frei. „Das ist bei einer Sprachreise natürlich besonders toll“, sagt er. „Man kann das Erlernte direkt anwenden und taucht dabei auch noch gleich in die Kultur des Landes ein. Mir ist dabei immer wieder aufgefallen, wie lebensfroh und gesellig die Spanier sind“.

Umzug ins Wohnheim

Nachdem er neun Wochen bei einer Gastfamilie gelebt hatte, entschied er sich dazu, lieber in das Wohnheim der Sprachorganisation zu ziehen. „Ich habe gemerkt, dass ich nicht so der Typ für eine Gastfamilie bin. Im Wohnheim war ich ungebundener und konnte mich jederzeit zurückziehen – oder aber auch Zeit mit meinen Mitschülern verbringen, wenn ich es wollte“, erklärt er. Langweilig wurde es nie: „Wir haben zum Beispiel gemeinsam gekocht, Sport getrieben, sind mit dem Fahrrad durch die Stadt gefahren oder waren zusammen am Strand.“

Ende Dezember war die Sprachreise zu Ende und Felix Hoffmann um viele Erfahrungen reicher: „Barcelona ist eine großartige Stadt. Die Menschen, die Atmosphäre, das Wetter – der Aufenthalt war ein gelungenes Rundumpaket“. Besonders in Erinnerung geblieben sind ihm aber die Menschen, die er während der Zeit kennengelernt hat: „Ich habe neue Freunde aus aller Welt gewonnen. Mit vielen habe ich heute noch Kontakt.“

Letztendlich hatte die Sprachreise auch den gewünschten Nebeneffekt: Im Anschluss entschied er sich dazu, Psychologie zu studieren. „Mittlerweile bin ich im zweiten Semester und sehr glücklich mit meiner Wahl.“

Weitere Informationen

EF Education (www.ef.de) ist eine Organisation, die Sprachreisen und Kulturaustausch ins Ausland vermittelt. Weitere Anbieter für Sprachreisen sind beispielsweise Kolumbus Sprachreisen, iST oder stepin. Es lohnt sich, die Preise der Anbieter zu vergleichen. Einige Sprachreise-Veranstalter und Stiftungen vergeben regelmäßig Stipendien.

abi>> 19.05.2017