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Gleiche Chancen ab der dritten Generation

Migration

Gleiche Chancen ab der dritten Generation

Jugendliche mit Migrationshintergrund, die der dritten Generation angehören, sind bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz ebenso erfolgreich wie Jugendliche ohne Migrationshintergrund.

Das fand das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) durch die Befragung von fast 6.000 Jugendlichen heraus, die nach der 9. oder 10. Klasse die allgemeinbildende Schule beendet haben und unmittelbar eine Ausbildung beginnen wollten. Bei der dritten Generation handelt es sich um in Deutschland geborene Migrantinnen und Migranten, deren Eltern ebenfalls schon in Deutschland geboren sind, die Zuwanderung erfolgte durch die Großeltern.

Insgesamt haben Jugendliche mit Migrationshintergrund bei Verlassen der Schule seltener ein Interesse an der direkten Aufnahme einer Berufsausbildung. Auch in der dritten Migrationsgeneration trifft dies, wenn auch sehr abgeschwächt, noch zu. Sie haben im Vergleich zu jenen der zweiten Generation jedoch im Schnitt bessere Schulabschlüsse. Die geringsten Chancen auf einen erfolgreichen Übergang in eine Berufsausbildung haben Jugendliche der ersten Migrationsgeneration, insbesondere, wenn sie erst nach dem 6. Lebensjahr nach Deutschland kommen.

Die Ergebnisse zeigen nach Auffassung des BIBB, dass die Herstellung gleicher Bildungschancen für Migrantinnen und Migranten eine Aufgabe ist, die sich über einen langen Zeitraum erstreckt und eine intensive Förderung der Jugendlichen nötig macht.

abi>> 14.01.2019