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Lehrermangel an Schulen nimmt zu

Umfrage

Lehrermangel an Schulen nimmt zu

Das unabhängige Markt- und Meinungsforschungsinstitut forsa hat 2019 zum zweiten Mal eine bundesweit repräsentative Umfrage unter Schulleitungen allgemeinbildender Schulen durchgeführt. Dabei wurden 1.232 Schulleitungen zum Thema Berufszufriedenheit befragt. Dem Umfrageergebnis nach herrscht mittlerweile an jeder zweiten Schule Lehrermangel.

Die Befragung der Schulleitungen ergibt für 2019 eine deutliche Verschärfung der Situation gegenüber dem Vorjahr. 2018 gab lediglich jeder dritte Teilnehmer einen Mangel an Lehrkräften an. An den betroffenen Schulen sind 2019 durchschnittlich elf Prozent der vorhandenen Stellen unbesetzt. Um dem Personalmangel entgegenzuwirken, werden immer mehr Seiteneinsteiger eingestellt, die jedoch häufig nicht ausreichend vorqualifiziert seien.

Weitere Studien zeigen, dass die zusätzliche Belastung der Lehrkräfte durch die generelle Personalknappheit zu einer Zunahme von krankheitsbedingten Ausfällen führt. Um den Beruf dennoch attraktiv zu gestalten, sollte nach Angaben der Umfrageteilnehmer vor allem für eine angemessene Gesundheitsförderung der Lehrkräfte gesorgt werden. Die diesbezüglichen Möglichkeiten halten 58 Prozent der Befragten für unzureichend.

Von der Schulpolitik fühle sich der Großteil der Schulleitungen nicht ausreichend unterstützt. Das stetig wachsende Aufgabenspektrum und die steigenden Verwaltungsarbeiten stellen weitere Belastungen dar. Die Befragten wünschen sich zudem unter anderem mehr Optionen zur Fort- und Weiterbildung. 2019 würden wahrscheinlich mehr als ein Viertel der befragten Schulleitungen ihren Beruf nicht mehr weiterempfehlen.

Mehr Infos

Verband Bildung und Erziehung
www.vbe.de/presse

abi>> 27.03.2019