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Familie versus Beruf: wenig Spitzenfrauen bei IT-Unternehmen

Bitkom-Umfrage

Familie versus Beruf: wenig Spitzenfrauen bei IT-Unternehmen

Kürzlich führte das Marktforschungsunternehmen Bitkom Research eine Umfrage zu den Ursachen des geringen Frauenanteils in Führungspositionen von Digitalunternehmen durch. Das Ergebnis: Verantwortlich dafür ist vor allem die fehlende Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Mehr als 500 Unternehmen der IT- und Telekommunikationsbranche wurden im Auftrag des Digitalverbands Bitkom befragt: Welche Faktoren tragen dazu bei, dass der Frauenanteil in Führungspositionen im ITK-Sektor relativ gering ist? 62 Prozent der Befragten erwähnten dabei mangelnde Angebote für Kinderbetreuung. Schwierigkeiten beim Wiedereinstieg in den Beruf nach der Elternzeit wurden von 52 Prozent genannt. Ausschlaggebend seien dabei der fehlende Kontakt während der Abwesenheit und die ungünstigen Arbeitszeiten. Eine zu geringe Förderung von Mädchen in MINT-Fächern wurde ebenfalls häufig als Ursache ausgemacht. Doch auch die Bevorzugung männlicher Mitarbeiter gegenüber gleichwertig qualifizierten Kolleginnen wurde von 45 Prozent als Grund für das ungleiche Verhältnis angegeben.

Umgekehrt gibt es laut den befragten Personalverantwortlichen zu wenige weibliche Kandidaten, die für leitende Funktionen qualifiziert sind. Eine geringe Attraktivität der Branche, traditionelle Rollenbilder und ein fehlendes Netzwerk für Frauen tragen laut ihnen zu der niedrigen Quote bei. Außerdem mangele es an guter Selbstvermarktung der Mitarbeiterinnen.

Mehr Infos

Bitkom Research

www.bitkom-research.de

abi>> 09.04.2019