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Zwischen Studium & Beruf

Auf Studium folgt Ausbildung?

Auf meine Masterarbeit folgte eine Zeit der Verunsicherung, in der ich viele neue Erfahrungen machte. Mein Studium, das mich viel Energie gekostet hatte, war nun vorbei. Nur leider ist ein Geoökologie-Studium kein Freischein in ein sicheres Berufsleben. Wie sollte es also weitergehen? Ob ich die Masterarbeit bestanden hatte, stand zu diesem Zeitpunkt ja auch noch nicht fest.
Mittlerweile kann ich jeden gut verstehen, der sich gegen einen außergewöhnlichen Studiengang und für eine solide Ausbildung entscheidet. Auf einmal war es auch für mich reizvoll, in die Krankenpflege zu gehen oder wie so viele meiner Freunde Grundschullehramt zu studieren. Mit 27 wollte ich nicht noch ein Studium beginnen, aber eine vernünftige Ausbildung, mit der man einen sicheren Job findet, konnte ich mir ganz gut vorstellen. Sicher hatte ich in dieser Zeit auch einfach etwas Panik, nicht Fuß im Berufsleben fassen zu können. Jedenfalls entschied ich mich – solange ich keinen Job als Geoökologin gefunden hatte, mich in einem Beruf umzuschauen, der garantiert gebraucht wird: Altenpflegerin.
Kurzentschlossen bewarb ich mich um einen Ausbildungsplatz. Dabei rannte ich zwar offene Türen ein, aber ganz sicher war ich mir nicht. Deshalb wollte ich bei einem Praktikum herausfinden, ob ich mir meine Zukunft in der Altenpflege tatsächlich vorstellen könne. Im Praktikum hieß es dann, jeden Tag um 5 Uhr aufstehen, um dabei zu sein, wenn Insulin gespritzt, Stützstrümpfe angelegt und Windeln gewechselt werden. Ich muss sagen, diese Zeit hat mich einiges gelehrt. Ich erlebte wie unterschiedlich Menschen mit dem Alter umgehen. Einige wirkten auf mich zufrieden, andere sehr verbittert. Ich wurde daran erinnert, dankbarer zu sein, für das was ich habe. Für mich war dieses Praktikum genau das Richtige, auch wenn ich den Ausbildungsplatz dann doch nicht antrat.

Autor: Mia  |  Rubrik: studium  |  08.03.2019
Autor: Mia
Rubrik: studium
08.03.2019

Zwischen Studium & Beruf

Startschuss

Kaum in München angekommen, ist meine erste Arbeitswoche auch schon wieder vorbei. Darüber bin ich allerdings sehr froh, denn ich bin kein großer Freund von Veränderungen. Andererseits war ich nach fünf Jahren Studium bereit für etwas Neues – wohl eine seltsame Kombi. Aber ich glaube, so ist das Erwachsenwerden einfach, denn obwohl ich seit meinem Abi nicht mehr zuhause wohne und inzwischen auf eigenen Beinen stehe, lerne ich immer noch dazu. Vor allem der Start ins Berufsleben war ein wichtiger Schritt.
Noch während meines letzten Semesters war ich mir sicher, wohin ich will: in eine Redaktion. Das ist eine Arbeit, die ich seit Jahren mache und mir auch für meine Zukunft wünsche. Doch während eine Bewerbung nach der anderen mein Postfach verließ, kamen mir Zweifel. Je mehr ich schrieb und je weniger Antworten ich bekam, desto größer wurde die Angst, ohne Job in meiner neuen Wahlheimat dazustehen. Trotz oder gerade wegen all der Horrormärchen von der endlosen Arbeitssuche, die Geisteswissenschaftler wie mich nach dem Abschluss erwartet, wollte ich meine selbstgesetzte Deadline einhalten. Pünktlich zum 1. Mai musste also eine Festanstellung her, um endlich nicht mehr meinen Eltern auf der Tasche liegen zu müssen und stattdessen die Früchte meiner jahrelangen, harten Arbeit zu ernten.
Und wider Erwarten bekam ich dann tatsächlich noch vor Ostern die Zusage für ein PR-Volontariat in einer coolen Münchner Agentur. Meine Freunde überhäuften mich mit Glückwunschbekundungen. Ich hingegen war mir zuerst gar nicht so sicher – hatte ich nicht etwas anderes gewollt? Zumindest die Wahl zu haben, wäre schön gewesen.
Nun, nachdem ich die ersten Tage hinter mich gebracht habe, denke ich jedoch, dass es das Schicksal manchmal einfach besser weiß. Mein Team ist einfach klasse, fachlich als auch auf persönlicher Ebene! Und das Tolle: Schon an meinem dritten Tag sitze ich am zweiten Gastbeitrag für einen Kunden! Yippie, meine große Leidenschaft fürs Schreiben kommt also doch nicht zu kurz.

Autor: Noelle  |  Rubrik: studium  |  22.05.2018
Autor: Noelle
Rubrik: studium
22.05.2018

Zwischen Studium & Beruf

Neuanfang in München

Nun ist es soweit: Ich habe meinen ersten Arbeitstag! Und auch wenn ich mir bereits Essen vorgekocht und Klamotten rausgelegt habe, kann ich es immer noch nicht ganz glauben. Es kommt mir vor, als hätte ich erst gestern mit meinen Freunden auf der Terrasse meiner WG gegrillt. Wochenlang saß ich in der Uni und schrieb an meiner Masterarbeit. Nun ist das alles vorbei und ein neuer Lebensabschnitt beginnt.
Mein Umzug nach München war ein Abschied auf Raten, denn nach meinem WG-Auszug verbrachte ich noch einige Wochen bei meinem Freund und tingelte ständig nach Hause. Meine Kisten waren zwar gepackt, doch es war so viel zu tun, dass ich kaum merkte, wie sich mein Leben allmählich veränderte.
Seit Freitag bin ich in München, doch auch das fühlte sich irgendwie noch nach Urlaub an – bis jetzt. Denn morgen früh werden meine Mutter und mein Freund zurück gen Heimat fahren und ich bleibe hier – diesmal für immer.
Ich sitze in meinem neuen Bett in meinem neuen Zimmer, starre an die weiße Wand und überlege, wie ich mich fühle. Bin ich traurig? Aufgeregt? Ängstlich? Ehrlich gesagt, weiß ich es nicht. Und das ist für mich mehr als seltsam, denn normalerweise schäume ich vor Emotionen nur so über. Ich mache mir eher Sorgen über die simplen Dinge: Werde ich genügend Schlaf bekommen oder jede Nacht wach liegen? Wird mein Magen den halben Tag über knurren? Und werde ich mich mit meinen Kollegen gut verstehen?
Doch vor den neuen Herausforderungen des Jobs selbst graut es mir kein Stück. Vielleicht ist das genau das Gefühl, mit dem ich heute Abend ins Bett gehen sollte. Was soll schon passieren? Der erste Tag ist immer etwas heikel; man kennt sich noch nicht aus und fühlt sich am neuen Arbeitsplatz völlig fremd. Doch das ist etwas, das sich nach einiger Zeit von ganz alleine gibt. Wenn ich an mein Redaktionspraktikum denke, erinnere ich mich noch gut daran, wie wohl ich mich nach den ersten ein, zwei Wochen gefühlt habe, und mit etwas Glück wird es diesmal ganz genauso sein.

Autor: Noelle  |  Rubrik: studium  |  08.05.2018
Autor: Noelle
Rubrik: studium
08.05.2018