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Medizin studieren

Schon wieder eine Woche rum

Schade. An Ferien kann man sich echt gewöhnen. Aber wem erzähl ich das.

Eine Woche, in der ich ein bisschen was von Deutschland gesehen habe, ist vorbei: Zuerst ging es nach Dresden, wo ich einen Freund besucht habe. Neben Biologie, Anatomie und Co. Blieb also trotzdem genug Zeit, mich ein bisschen zu erholen. Im Vordergrund stand dabei vor allem das Ausschlafen. Irgendwie geht bei mir ein chronischer Schlafmangel mit dem Studium einher. Und meine Kommilitonen unterstützen diese These durch ihre Erzählungen. Dabei ist das eigentlich wirklich schlecht, denn Schlafmangel ist nicht nur auch gesundheitlicher Sicht sehr gefährlich, nein, auch die kognitiven Leistungen nehmen messbar ab, wenn man über mehrere Tage weniger als sieben Stunden schläft. Aus diesem Grund habe ich mir wenigstens mal vorgenommen, die sieben-Stunden-Marke jede Nacht zu knacken, auch wenn mir jetzt schon klar ist, dass das utopisch ist!

Neben Ausschlafen und Dresden stand natürlich noch ein kleiner Besuch in der Heimat an. Leider habe ich es in den fünf Tagen, die ich zu Hause war, nicht geschafft, mal zur Bergkirchweih nach Erlangen zu gehen. Dabei lohnt sich der Abstecher zu diesem Volksfest eigentlich immer. Dafür konnte ich mich mit ein paar Freunden aus der Schulzeit wieder treffen. Die ehemaligen Klassenkameraden zu treffen, war auf jeden Fall eine ziemlich lustige Angelegenheit!

Und damit waren die Ferien auch schon wieder vorbei. Gerade noch in der Uni, schon ist man wieder dort und zurück bleibt nur ein bisschen Sehnsucht nach Faulenzerei. Aber naja, immerhin sieht man so die ganzen Kommilitonen wieder, mit denen man doch ziemlich viel Zeit verbringt und dadurch schon recht vertraut ist!

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  Jun 10, 2013
Autor: Johannes
Rubrik: studium
Jun 10, 2013

Medizin studieren

Vom Regen in die Traufe

Zwar haben alle meine engeren Freunde und ich die Chemieklausur locker bestanden, aber an ausruhen ist seitdem dennoch nicht zu denken. Biologie, Physik und Anatomie verzeihen es einem in der Regel nicht einfach so, wenn sie vernachlässigt werden. Entsprechend viel ist auch nachzuholen. Leider lassen sich sämtliche Gruben, Gräben, Löcher, Hügel, Hügelchen, Leisten, Durchtrittsöffnungen und Co. nicht einfach so dazu überreden, widerstandslos ins Hirn zu marschieren. Aber um ehrlich zu sein, ist das auch alles einigermaßen spannend, immerhin ist Anatomie im ersten Semester so ziemlich das einzige Fach, welches einen an die Tatsache erinnert, dass man tatsächlich Medizin studiert. Wegen der ganzen Physik-, Bio- und Chemieveranstaltungen verliert man das nämlich doch das ein oder andere mal aus den Augen.

Aber gut, gelernt werden muss es dennoch, und zwar nicht erst kurz vor den Klausuren, denn das ist bei der Fülle an Stoff relativ utopisch. Und so verbringe ich zumindest einen kleinen Teil meiner Ferien damit, Vorlesungen zusammenzufassen, Vokabelkarten zu schreiben und mir selbst leid zu tun.

Selbst schuld, wäre ich einfach, wie gefühlt meine ganzen ehemaligen Klassenkameraden, nach Neuseeland, Kanada oder Australien gegangen um mich erst einmal auszuruhen. Wenn ich recht überlege, bin ich aus unserer doch zehnköpfigen Clique wirklich der einzige, der direkt den Schritt an die Uni gegangen ist.

Aber offen gestanden sind die Augenblicke, in denen ich das bereue, eher selten. Klar nervt es, ein weiteres atemberaubendes Landschaftsbild Neuseelands auf Facebook zu finden, während ich gerade eine Lernpause einlege. Und sicherlich motiviert es auch nicht allzu sehr, wenn man sich die spannenden Geschichten jener Glücklichen anhört.

Andererseits habe ich, im Gegensatz zu ihnen einen Plan, was ich in den nächsten Jahren machen werde und vor allem will. Und irgendwie habe ich bisher nicht den Eindruck gewonnen, dass die Auszeit einen großen Beitrag zur Orientierung und Selbstfindung meiner Kollegen beiträgt.

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  May 28, 2013
Autor: Johannes
Rubrik: studium
May 28, 2013

Medizin studieren

Chemie: abgehakt

Wie ihr sicherlich noch wisst, stand bei mir bis vor wenigen Stunden die lästige Chemie-Eingangsklausur an (die man bestehen muss, um in das Chemiepraktikum aufgenommen zu werden). Da ein Durchfallen eher unangenehme Konsequenzen zur Folge gehabt hätte, waren wir alle doch sehr darauf aus, die Klausur auf Anhieb zu bestehen. Entsprechend traf ich in den Wochen davor relativ viele Kommilitonen sogar sonntags in der Bibliothek an.

Im Prinzip ist der Stoff nicht sonderlich komplex, es ist vielmehr so, dass die schiere Fülle an Stoff mich ziemlich erschlagen hat. Besonders leid können einem dabei diejenigen tun, die noch nie in ihrem Leben Chemie hatten. Oder diejenigen, die seit Jahren mit der Schule fertig sind und über die Wartezeitquote an einen Studienplatz gekommen sind. Und so verbrachten viele von uns die letzten paar Tage mehr lernend in der Bib als sonst irgendwo. Eigentlich echt traurig, wenn man bedenkt, dass wir alle erst seit fünf Wochen studieren.

Besonders traurig wurde das Ganze dann, als ich die Klausur schließlich in Händen hielt und schnell feststellen mussten, dass ungefähr 60 Prozent der Zeit, in der ich mein soziales Leben hinten angestellt hatte, sinnlos genutzt war. Die Klausur war doch wesentlich einfacher als gedacht, sodass ein Großteil der Kommilitonen weit weniger als die uns zustehende Zeit gebraucht hatte. Aber gut, schließlich lernt man ja nicht für die Schule bzw. die Uni, sondern...

Und spätestens im Physikum in zwei Jahren müssen wir das alles eh wieder können. Doch ob wir uns dann an anorganische Chemie überhaupt noch erinnern können, wage ich zu bezweifeln.

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  May 15, 2013
Autor: Johannes
Rubrik: studium
May 15, 2013