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Medizin studieren

Vom Regen in die Traufe

Zwar haben alle meine engeren Freunde und ich die Chemieklausur locker bestanden, aber an ausruhen ist seitdem dennoch nicht zu denken. Biologie, Physik und Anatomie verzeihen es einem in der Regel nicht einfach so, wenn sie vernachlässigt werden. Entsprechend viel ist auch nachzuholen. Leider lassen sich sämtliche Gruben, Gräben, Löcher, Hügel, Hügelchen, Leisten, Durchtrittsöffnungen und Co. nicht einfach so dazu überreden, widerstandslos ins Hirn zu marschieren. Aber um ehrlich zu sein, ist das auch alles einigermaßen spannend, immerhin ist Anatomie im ersten Semester so ziemlich das einzige Fach, welches einen an die Tatsache erinnert, dass man tatsächlich Medizin studiert. Wegen der ganzen Physik-, Bio- und Chemieveranstaltungen verliert man das nämlich doch das ein oder andere mal aus den Augen.

Aber gut, gelernt werden muss es dennoch, und zwar nicht erst kurz vor den Klausuren, denn das ist bei der Fülle an Stoff relativ utopisch. Und so verbringe ich zumindest einen kleinen Teil meiner Ferien damit, Vorlesungen zusammenzufassen, Vokabelkarten zu schreiben und mir selbst leid zu tun.

Selbst schuld, wäre ich einfach, wie gefühlt meine ganzen ehemaligen Klassenkameraden, nach Neuseeland, Kanada oder Australien gegangen um mich erst einmal auszuruhen. Wenn ich recht überlege, bin ich aus unserer doch zehnköpfigen Clique wirklich der einzige, der direkt den Schritt an die Uni gegangen ist.

Aber offen gestanden sind die Augenblicke, in denen ich das bereue, eher selten. Klar nervt es, ein weiteres atemberaubendes Landschaftsbild Neuseelands auf Facebook zu finden, während ich gerade eine Lernpause einlege. Und sicherlich motiviert es auch nicht allzu sehr, wenn man sich die spannenden Geschichten jener Glücklichen anhört.

Andererseits habe ich, im Gegensatz zu ihnen einen Plan, was ich in den nächsten Jahren machen werde und vor allem will. Und irgendwie habe ich bisher nicht den Eindruck gewonnen, dass die Auszeit einen großen Beitrag zur Orientierung und Selbstfindung meiner Kollegen beiträgt.

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  28.05.2013
Autor: Johannes
Rubrik: studium
28.05.2013

Medizin studieren

Chemie: abgehakt

Wie ihr sicherlich noch wisst, stand bei mir bis vor wenigen Stunden die lästige Chemie-Eingangsklausur an (die man bestehen muss, um in das Chemiepraktikum aufgenommen zu werden). Da ein Durchfallen eher unangenehme Konsequenzen zur Folge gehabt hätte, waren wir alle doch sehr darauf aus, die Klausur auf Anhieb zu bestehen. Entsprechend traf ich in den Wochen davor relativ viele Kommilitonen sogar sonntags in der Bibliothek an.

Im Prinzip ist der Stoff nicht sonderlich komplex, es ist vielmehr so, dass die schiere Fülle an Stoff mich ziemlich erschlagen hat. Besonders leid können einem dabei diejenigen tun, die noch nie in ihrem Leben Chemie hatten. Oder diejenigen, die seit Jahren mit der Schule fertig sind und über die Wartezeitquote an einen Studienplatz gekommen sind. Und so verbrachten viele von uns die letzten paar Tage mehr lernend in der Bib als sonst irgendwo. Eigentlich echt traurig, wenn man bedenkt, dass wir alle erst seit fünf Wochen studieren.

Besonders traurig wurde das Ganze dann, als ich die Klausur schließlich in Händen hielt und schnell feststellen mussten, dass ungefähr 60 Prozent der Zeit, in der ich mein soziales Leben hinten angestellt hatte, sinnlos genutzt war. Die Klausur war doch wesentlich einfacher als gedacht, sodass ein Großteil der Kommilitonen weit weniger als die uns zustehende Zeit gebraucht hatte. Aber gut, schließlich lernt man ja nicht für die Schule bzw. die Uni, sondern...

Und spätestens im Physikum in zwei Jahren müssen wir das alles eh wieder können. Doch ob wir uns dann an anorganische Chemie überhaupt noch erinnern können, wage ich zu bezweifeln.

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  15.05.2013
Autor: Johannes
Rubrik: studium
15.05.2013

Medizin studieren

Zurück im Prüfungsstress

Ziemlich genau ein Jahr ist es jetzt her, dass ich das letzte Mal einen Stift in die Hand nehmen musste, um eine Prüfung abzulegen. Ein Zustand, an den man sich gewöhnen kann, das steht schon mal fest! Blöderweise habe ich mich für einen Studiengang entschieden, der vergleichsweise viele Klausuren beinhaltet. Ist also doch nichts mit dran gewöhnen.

Zum Beispiel steht bald die erste von drei Chemie-Klausuren in diesem Semester an: In gerade einmal sieben Tagen muss ich in anorganischer Chemie so fit sein, dass ich die gefürchtete Eingangsklausur zum Chemiepraktikum bestehe. Gefürchtet, weil ein Misserfolg automatisch die Verlängerung des Studiums um ein Semester zur Folge hat.

Von daher ist der Druck doch einigermaßen hoch. Zwar reichen theoretisch 50 Prozent, doch bin ich davon erstens noch etwas entfernt (gut, ich habe auch noch eine ganze Woche) und zweitens habe ich auch den Anspruch an mich, mehr als gerade einmal die Hälfte des Stoffes zu beherrschen.

Lustig ist nur die Parallele zu den Abi-Prüfungen im vergangenen Jahr: Die Klausur ist über Nacht doch schon so nah und alle werden panisch. Und am Ende bestehen eh alle. Es hängt einfach zu viel von dieser Prüfung ab, sodass die Durchfallquoten tatsächlich enorm niedrig sind. Leider bleiben bei der Lernerei für Chemie die Fächer Anatomie und Biologie etwas auf der Strecke, was sich vermutlich spätestens nächste Woche rächen wird.

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  10.05.2013
Autor: Johannes
Rubrik: studium
10.05.2013