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Master live

Masterarbeit

Bald ist es so weit: Ich fange an, meine Masterarbeit zu schreiben und danach mein Studium beenden. Da ich langsam wirklich keine Lust mehr auf rein wissenschaftliches Arbeiten habe, freue ich mich umso mehr, die Arbeit in einem Unternehmen schreiben zu dürfen. Die Hälfte wird aus einem wissenschaftlichen Theorieteil bestehen und die andere aus purer Empirie – das heißt, ich forsche und sammle selbst Daten, die ich dann vor dem theoretischen Hintergrund auswerte. Ich werde das Intranet des Unternehmens untersuchen und verbesserungswürdige Punkte aufzeigen. Mehr darf ich darüber aber nicht sagen, da meine Arbeit mit einer Sperrklausel versehen wird, schließlich werde ich mit personenbezogenen Daten in Berührung kommen. Nur meine Vorgesetzten und Auftraggeber im Unternehmen sowie mein betreuender Professor dürfen die Arbeit einsehen. Normalerweise werden wissenschaftliche Arbeiten anderen Studierenden zur Verfügung gestellt, damit sie sich daran orientieren oder daraus lernen können – bei meiner Arbeit wird das nicht möglich sein. Ich persönlich bin jedoch froh, dass ich etwas erarbeite, was wirklich gebraucht wird und nicht nur im Regal der Unibibliothek verschwindet.

Autor: Miriam  |  Rubrik: studium  |  Feb 23, 2016
Autor: Miriam
Rubrik: studium
Feb 23, 2016

Master live

Tapetenwechsel

Früher habe ich nie verstanden, wieso alle unbedingt weg wollen. Weg von zu Hause, weg von ihren Freunden, weg von all dem, was sie kennen und was sie die letzten Jahre lang geprägt und ausgemacht hat. Heute ist das anders. So sehr ich mein Leben in Göttingen auch liebe, glaube ich dennoch, manchmal braucht man einfach eine Auszeit.

Nachdem ich das erste meiner beiden Praktika im Dezember beendet habe, genoß ich meine freien Tage gerade umso mehr. Außerdem war es ja nicht so, als hätte ich nichts zu tun gehabt. Ich traf mich in der Uni mit Freunden, arbeitete an meinem Praktikumsbericht und auch fürs Schreiben wollte ich mir endlich mal wieder ganz viel Zeit nehmen. Von mir hätte das ewig so weitergehen können. Gleichzeitig wusste ich aber auch, dass in nicht allzu ferner Zukunft mein zeitweiser Umzug nach München ansteht, und diese Gewissheit erfüllt mich mit Nervosität, aber auch gleichzeitig mit Vorfreude.

Diesmal werde ich zwar ein bisschen Geld durch meine Arbeit dazuverdienen, für ein WG-Zimmer würde dies aber trotzdem nie und nimmer reichen. Ein ähnliches Zimmer wie meines in Göttingen würde dort locker 100 bis 200 Euro mehr im Monat kosten. Ich habe echt keine Ahnung, wie das überhaupt jemand bezahlen soll. Zwar ist Göttingen auch nicht gerade günstig, was das Wohnen betrifft, und auch hier herrscht regelmäßig zu Semesterbeginn akute Wohnungsnot.

Umso glücklicher bin ich, in den acht Wochen meines Praktikums bei meiner Tante unterkommen zu können. Das Viertel, in dem sie wohnt, ist mir gut bekannt, bis zum Marienplatz sind es nur fünfzehn Minuten zu Fuß und auch bis zu meinem Arbeitsplatz brauche ich mit Bus und Bahn nur eine knappe halbe Stunde. Was das betrifft, könnte es für mich also nicht besser laufen. Jetzt muss ich nur noch die Sache mit dem Heimweh in den Griff bekommen. Denn so sehr ich mich auch auf diese neue Erfahrung freue, weit weg von all den festgefahrenen Gewohnheiten, weiß ich jetzt schon, dass ich mein Zuhause sehr vermissen werde – meine Freunde, die Gespräche und die entspannten Kaffeekränzchen.

Autor: Noelle  |  Rubrik: studium  |  Feb 10, 2016
Autor: Noelle
Rubrik: studium
Feb 10, 2016

Master live

Außerplanmäßige Pause

Planen und organisieren, das ist voll mein Ding. Denn nichts hasse ich mehr, als wenn alles in heillosem Durcheinander verläuft. Klar, manchmal ist Spontaneität auch ganz schön, aber meistens fühle ich mich einfach wohler dabei, wenn alles gut durchstrukturiert ist. Deshalb bekomme ich auch jedes Jahr von meinem Papa zu Weihnachten einen neuen Taschenkalender geschenkt, in den ich jeden Termin eintragen kann. Und weil mir das alleine oft nicht reicht, schreibe ich mir dazu auch noch Wochenpläne und To-do-Listen. Trotzdem kommt es manchmal vor, dass meine Planung über den Haufen geworfen wird. Und das nicht etwa, weil ich mir zu viel vorgenommen habe! Manchmal kommt einem zum Beispiel eine Krankheit in die Quere und das ist etwas, das man in keinen Terminkalender dieser Welt eintragen kann.

In zweieinhalb Wochen verabschiede ich mich nach München und bis dahin wollte ich eigentlich noch eine ganze Menge schaffen – Dinge, für die ich sonst keine Zeit habe: Schreiben, Freunde besuchen, ausmisten und aufräumen. Und bis vergangene Woche lief das alles auch ganz gut. Gerade war ich noch in den Niederlanden, um eine Freundin zu besuchen, und dann so was – die niederländischen Krankheitserreger haben mich und einen Freund komplett aus dem Gefecht gesetzt. Und damit meine ich nicht bloß eine laufende Nase und ein bisschen Kopfschmerzen. Ich meine viel eher einen sieben Tage andauernden Dornröschenschlaf mit Ganzkörperschmerz und dem Verlust des Geschmackssinns. Eines steht fest: So krank war ich schon lange nicht mehr.

Aber jetzt, da ich auf dem Weg der Besserung bin, fällt es mir unheimlich schwer, wieder in meinen Alltag zurück zu finden. Meinen Trip nach Jena konnte ich jedenfalls nicht antreten und auch mit konzentrierter Schreibarbeit ist nicht so viel los, wenn ich mir alle fünf Minuten die Nase putzen muss und mir die Seele aus dem Leib huste. Kleine Schritte sind hier wohl die Devise, deshalb bin ich manchmal schon stolz, wenn ich es morgens schaffe, duschen zu gehen.

Ich hoffe, dass ich sie bald wieder exakt befolgen kann – meine Pläne und To-do-Listen. Die helfen mir nämlich unheimlich, wenn ich überhaupt nicht weiß, wo mir der Kopf steht. Aber auch, wenn ich nicht alles planen kann, so kann ich es doch wenigstens versuchen.

Autor: Noelle  |  Rubrik: studium  |  Feb 2, 2016
Autor: Noelle
Rubrik: studium
Feb 2, 2016