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Master live

Die Zelte abbrechen

Obwohl meine Masterarbeit erst in drei Monaten abgegeben werden muss, herrscht bei mir bereits Aufbruchsstimmung. So muss ich zum Beispiel bereits mein Zimmer im Wohnheim kündigen. Sollte ich bis zum Studienende keine eigene Wohnung gefunden haben, werde ich wohl übergangsweise wieder bei meinen Eltern einziehen. Das hatten wir bereits besprochen und ich bin froh, dass ich in jedem Fall ein Dach über dem Kopf haben werde.
Außerdem suche ich momentan händeringend nach einem Job. Diese Ungewissheit macht mich zugegebenermaßen sehr nervös: Ich möchte auf jeden Fall arbeiten, meinetwegen auch als Kellnerin. Hauptsache, ich mache etwas! Nach einigen erfolglosen Bewerbungsgesprächen für ein Freiwilliges Soziales Jahr sowie bezahlte Praktika im Ausland, bin ich zwar ein wenig ernüchtert, aber noch lange nicht entmutigt. Ich werde mich einfach weiter umschauen und bewerben, so gut das neben der Arbeit an meiner Masterarbeit zeitlich geht. Denn mein Abschluss hat trotz allem Priorität. Einige offene Bewerbungen stehen noch aus und ich erhoffe mir positive Rückmeldungen diesbezüglich: Vielleicht ergattere ich ja ein Volontariat oder lande gar beim Auswärtigen Amt. Über diese Bewerbung möchte ich euch übrigens in meinem nächsten Beitrag detaillierter berichten. Wer weiß, was die Zukunft bringt? Gut wird es bestimmt.

Autor: Nele  |  Rubrik: orientieren  |  Jul 5, 2019

Master live

Die erste Tagung meines Lebens

Ich habe in meinem letzten Mastersemester das erste Mal eine Tagung besucht. Eventuell denkt ihr, das sei doch nichts Ungewöhnliches, aber ich habe in letzter Zeit immer mehr den Eindruck bekommen, dass es in der akademischen Welt – oder zumindest innerhalb meines Fachbereichs – zum guten Ton gehört. Warum hatte ich also bis dato keine Tagungen besucht? Es war höchstwahrscheinlich eine Mischung aus mangelndem Interesse und zu wenig Zeit.
Als meine Dozentin mir das Tagungsprogramm zu einer Veranstaltung mit dem Titel „Mittelaltersehnsucht“ zukommen ließ, was perfekt zu meinem Masterarbeitsthema passt, konnte ich allerdings nicht widerstehen. Voller Vorfreude stieg ich in den Zug nach Eisenach, wo die Tagung stattfand. Nicht nur im Hinblick auf meine Masterarbeit war die Veranstaltung sehr erkenntnisreich. Wie in unserer Gesellschaft die Epoche des Mittelalters aufgegriffen wird und welche Vorstellungen davon herrschen, interessiert mich auch privat. Wahrscheinlich hätte ich dieses Thema sonst nicht für meine Masterarbeit ausgewählt. Am darauffolgenden Tag hatte ich mich noch zu einer Exkursion angemeldet, die die Veranstalter der Tagung anboten: Wir besichtigten drei Burgen der Region mit ihren jeweiligen Ausstellungen, darunter die Wartburg, auf der Martin Luther seine berühmte Bibelübersetzung vom Lateinischen ins Deutsche fertigstellte. Alles in allem war dies eine Erfahrung, die ich gerne wiederholen würde. Vielleicht sieht man sich auf der nächsten Tagung!

Autor: Nele  |  Rubrik: studium  |  Jun 26, 2019
Autor: Nele
Rubrik: studium
Jun 26, 2019

Master live

Nur keine Panik

Meine absolute Horrorvorstellung ist es, nach dem Studium ohne eine Arbeitsstelle dazustehen. Passenderweise bin ich eine Topkandidatin, wenn es darum geht, sich das Schlimmste auszumalen. Dementsprechend stresst mich die Ungewissheit bezüglich meiner beruflichen Zukunft. Inzwischen informiere ich mich, wie ich die Zeit zwischen Studium und Beruf überbrücken kann, falls die Suche nach meinen Traumjob länger dauert. Auf keinen Fall will ich nur Zuhause sitzen und Bewerbungen schreiben. Obwohl ich meine Freizeit immer voll mit Aktivitäten packe, brauche ich trotzdem mindestens eine feste Aufgabe, die meinen Alltag strukturiert.
Alternativen gibt es viele: Von einem Praktikum im Ausland bei einer bulgarischen Firma bis hin zu einem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) im Bereich Kultur oder Politik ist die Bandbreite sehr breit gefächert. Ich habe mich zudem bei einem Online- Sekretariatsdienstleister – auch bekannt als Callcenter – mit Sitz in Spanien und Malta beworben. Das wäre eine Lösung auf Zeit und bestimmt auch eine Erfahrung. Außerdem könnte ich mir vorstellen, weiterhin an der Universität tätig zu sein und eventuell sogar eine Promotion ins Auge zu fassen. Für diese könnte ich mich in einer Übergangsphase auch bewerben, da der Bewerbungsprozess häufig eher langwierig ist und einiges an Zeit erfordert. Was auch immer im Endeffekt passieren wird, ich weiß, dass eine Übergangsphase nicht unbedingt verlorene Zeit darstellen muss. Es kommt schließlich immer darauf an, was man aus der gegebenen Situation macht und das kann ich sehr wohl beeinflussen.

Autor: Nele  |  Rubrik: orientieren  |  Jun 6, 2019