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Was tun nach dem Abi?

Von Tagträumen und Realität

In etwa fünf Monaten werde ich mit der Schule fertig sein! Ich kann es noch gar nicht wirklich glauben. Ich habe schließlich einen Großteil meines Lebens dort verbracht. Neben den Grundlagen wie Schreiben, Rechnen und Lesen habe ich auch die eine oder andere „unnütze" Information gelernt: Wen interessiert es schon, wann eine Münze, die man aus drei Metern Höhe fallen lässt, auf dem Boden ankommt, wenn sich die Erde doppelt so schnell um ihre eigene Achse drehen würde?!

Meiner Meinung nach ist nicht nur diese, sondern alle „Was wäre, wenn ..."- Geschichten eher sinnfrei als sinnvoll. Man neigt dazu, sich in irgendwelchen Tagträumen zu verirren: Was würde ich nicht alles machen, wenn ich nicht Ende Februar meine erste Abi-Prüfung schreiben würde? Was wäre, wenn ich jetzt den gesamten Abiturstoff wie ein Computer bis ins kleinste Detail perfekt runterrattern könnte? Oder was wäre, wenn ich die schriftlichen Abi-Prüfungen jetzt schon hinter mir hätte? Ich würde wahrscheinlich erst einmal mit meinen Freunden feiern - die erste Hürde hätten wir hinter uns! Dann wären auch schon bald Osterferien und die Studienfahrt nach Wien stünde kurz vor der Tür - möglicherweise eine der letzten Fahrten, die wir alle zusammen antreten. Man weiß ja nie, wohin es uns verschlagen wird. Vielleicht wird eine meiner Freundin ja doch nicht Ingenieurin, sondern entdeckt ihre verborgene Liebe zu Mythen und Sagen und macht sich auf die Suche nach der versunkenen Stadt Atlantis.

Aber bleiben wir lieber bei der Realität: LERNEN!

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: orientieren  |  Feb 20, 2009
Autor: Jacqueline
Rubrik: orientieren
Feb 20, 2009

Was tun nach dem Abi?

"Bitte einsteigen!"

Die Zeit vergeht wie im Fluge. Ich fühle mich manchmal so, als würde ich mitten auf einem riesigen Bahnhof stehen, an dem lauter ICEs vorbeirasen. Man hat nur wenige Sekunden Zeit zum Ein- und Aussteigen.

Alles verläuft nach einem strengen Zeitplan. Wenn du deinen Zug verpasst, dann musst du auf den nächsten warten. Hier nimmt niemand Rücksicht auf unentschlossenes Herumgedruckse: Willst du den Zug „Modedesign" nehmen, dann nichts wie hin - er steht schon abfahrbereit. Willst du den Zug „Lehramt" nehmen, dann musst du dich noch etwas gedulden. Aufgrund einiger Bahnbehinderungen verzögert sich dessen Ankunft. Der Zug „Werbebranche" schließt gerade seine Türen.

Alles um mich herum scheint sich wie in Lichtgeschwindigkeit zu bewegen, während ich nur im Schneckentempo vorankomme. Zumindest kommt es mir so vor. Diese enorme Geschwindigkeit wirkt zugleich motivierend und einschüchternd: Einerseits möchte ich mein Tempo unbedingt erhöhen, denn ich habe Angst ständig einem davonfahrenden Zug hinterherzugucken. Andererseits könnte ich mir nichts Schlimmeres vorstellen, als mit hundert Sachen über das Ziel hinauszuschießen.

Also stehe ich nach wie vor ratlos am Bahnsteig und warte zunächst darauf, dass der Ticketautomat meinen Fahrschein ausspuckt: mein Abizeugnis!

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: orientieren  |  Feb 10, 2009
Autor: Jacqueline
Rubrik: orientieren
Feb 10, 2009

Was tun nach dem Abi?

"Don't take it too easy!"

„Weißt du denn schon, was du nach dem Abi machen willst?", fragte mein Freund Alex mich. „Hm, also am liebsten würde ich ja entweder Lehrerin werden oder etwas in der Werbebranche machen."

„Bitte nicht Lehrerin, werd bitte nicht Lehrerin! Nichts gegen dich, ich würd‘ dir das ja auch voll zutrauen, doch alle Lehrer, die ich kenne, sind irgendwie komisch. Aber das mit der Werbebranche klingt echt cool", kommentierte er meine Antwort.

Ich musste lachen: „Dann wäre ich eben die erste Lehrerin, die NICHT komisch ist." „Ja, aber willst du dir das wirklich antun? Ich meine, guck dir doch nur einmal an, wie es heutzutage in den Klassen aussieht: Die Schülerzahl explodiert ja fast und dann sind leider einige Lehrer total unmotiviert und beschäftigen sich während des Unterrichts mit allen möglichen Dingen außer mit denen, die sie eigentlich erledigen sollten."

Natürlich hatte ich das alles schon einmal durchdacht. Klar, eine Klasse hibbeliger Schüler zu unterrichten ist kein Zuckerschlecken, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass es in der Werbebranche weniger stressig abläuft. Man muss gewisse Entwürfe bis zu einem bestimmten Tag fertig haben und manchmal noch kurzfristig an der eigentlich fertigen Präsentation rumbasteln, bis auch die allerneusten Infos gut verpackt sind. Überstunden machen gehört hier bestimmt genauso dazu wie in der Schule, wenn mal bis spät nachts Arbeiten korrigiert werden müssen.

Man darf sich bei der Berufswahl aber nicht nur allein auf diesen Stressfaktor stützen, denn sonst bleibt als Traumberuf am Ende nur noch Bettentester übrig!

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: orientieren  |  Feb 3, 2009
Autor: Jacqueline
Rubrik: orientieren
Feb 3, 2009