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Was tun nach dem Abi?

Schokoladiger Ausflug

Mittlerweile bin ich schon länger als vier Monate in Spanien – mir bleibt somit fast nur noch ein Monat bei der deutschen Zeitung. Es ist unglaublich, wie schnell die Zeit verfliegt. Inzwischen fühle ich mich sehr wohl hier. Auf der Arbeit kenne ich die Kollegen dank gemeinsamer Unternehmungen wie dem Oktoberfest oder dem Abschiedsessen des Chefs immer besser. Und auch die Arbeitsabläufe in der Redaktion sind mir vertraut geworden.
Von Villajoyosa habe ich aber längst noch nicht alles gesehen. Erst kürzlich las ich, dass es in der Stadt früher über 30 Schokoladenfabriken gab – vier davon sind heute noch in Betrieb. Zusammen mit einem anderen Praktikanten der Tageszeitung wollte ich diese besichtigen. Zuerst besuchten wir die Schokoladenfabrik Valor, die weltweit bekannt ist. Die Führung dauerte rund eine Stunde und am Schluss gab es heiße Trinkschokolade und viele leckere Sorten zum Probieren. Als nächstes schauten wir uns die Schokoladenfabrik Pérez an, ein traditioneller Familienbetrieb: Der Sohn des Firmengründers führte uns ohne Voranmeldung durch die Manufaktur. Wieder konnten wir Schokolade probieren und natürlich auch kaufen. Bei jeder Führung informierte man uns ganz genau über den Herstellungsprozess von der Kakaobohne bis hin zur fertigen Schokolade. Wegen der direkten Lage am Mittelmeer war die Hafenstadt Villajoyosa attraktiv für die Fabriken, denn Kakao wurde oft von spanischen Kolonien in Südamerika angeliefert. Noch ein interessanter Fakt ist, dass die fertige Schokolade zu früheren Zeiten aufgrund der Hitze bei Tag stets nachts transportiert werden musste.
Auch die anderen beiden Fabriken haben einen Shop, allerdings wurde keine Führung angeboten. Dieser „schokoladige“ Ausflug zeigte uns mal wieder, was es alles zu entdecken gibt.

Autor: Tobias  |  Rubrik: orientieren  |  11.01.2019
Autor: Tobias
Rubrik: orientieren
11.01.2019

Was tun nach dem Abi?

Was für eine Gaudi!

Ein Maß Bier und eine Bratwurst mit Kartoffelsalat – das klingt nach Deutschland, nach dem Oktoberfest. Aber das gibt es auch in Spanien, genauer gesagt in Calpe. Hier an der Costa Blanca organisiert schon seit mehr als 30 Jahren ein deutscher Verein ein Oktoberfest. Insgesamt dauert es rund zwei Wochen. Die ganze Redaktion wurde von unserem Chef auf das Fest eingeladen – Essen und Trinken gab es umsonst. Erfreulicherweise kamen fast alle Kollegen mit. Zur Erklärung: Unser Zeitungsverlag produziert eine Festzeitung für das Oktoberfest. Im Gegenzug werden dafür Werbebanner unserer Zeitung im Festzelt aufgehängt.
Pünktlich um 20 Uhr wurde das Fass vom Bürgermeister von Calpe und dem Rektor der Universität Alicante angestochen. Wir drei Praktikanten saßen mit den rund zehn Redakteuren und dem Chef an einem Tisch in der ersten Reihe. Es gab viele verschiedene Wurstsorten oder Hähnchen mit Kartoffelsalat und Weißkraut. Oben drein heizte eine deutsche Band ordentlich ein und ich fühlte mich wie in Deutschland. Es war sehr schön, zu bekannten Liedern zu tanzen und Spaß mit den Kollegen zu haben. Zum Glück hat man mir bereits im Sommer gesagt, dass es ein Oktoberfest geben wird. So konnten mir meine Eltern eine Lederhose mitbringen. Der Zeitungsfotograf machte sehr viele Bilder, die dann nachher in einer Sonderseite der Costa Blanca Nachrichten veröffentlicht wurden.
Allzu spät wurde es trotz der guten Stimmung nicht, schließlich mussten wir am Morgen wieder arbeiten – und dazu sollte man einigermaßen fit sein. Am nächsten Tag hatte ich fast keine Stimme mehr, weil ich mir bei den deutschen Liedern so laut mitgesungen hatte.

Autor: Tobias  |  Rubrik: orientieren  |  04.01.2019

Was tun nach dem Abi?

Was mache ich hier eigentlich?

Ich war in Kathmandu gelandet, atmete seitdem mehr Staub als Luft ein und fand heraus, dass Nepalesen kein Klopapier benutzen. Aber was war der eigentliche Grund meiner Reise?
Während meiner knapp acht Monate in Nepal war ich die meiste Zeit als Freiwilliger bei der deutschen Hilfsorganisation Shanti Leprahilfe (e. V.) beschäftigt. Vor 25 Jahren hat Marianne Großpietsch dieses Projekt ins Leben gerufen und dank vieler engagierter Helfer zahlreichen Menschen in Nepal ein würdiges Leben verschafft. Leprakranke in Nepal haben einen unheimlich schweren Stand in der Gesellschaft – sie werden häufig aus ihren Familien verstoßen und haben schlechte Aussichten auf ein gutes Leben. Die Organisation nimmt nicht nur Leprakranke auf, sondern auch andere verstoßene, physisch und geistig behinderte Menschen sowie Waisenkinder. Über Jahre hinweg hat Shanti zahlreiche Menschen von der Straße aufgegabelt und ihnen im Herzen Kathmandus ein Dach über dem Kopf geboten.
Das Gelände der Organisation liegt in Tilganga, einem Stadtteil in Kathmandu fünf Minuten vom Flughafen entfernt. Auf dem Grundstück stehen drei verschiedene Gebäude. In der von Hape Kerkeling gestifteten Klinik werden die Leprakranken und andere Patienten, die kein Geld haben, kostenlos behandelt. Im zweiten Stock wohnen Kinder, die geistig sowie körperlich eingeschränkt sind. In einem weiteren Gebäude dahinter befinden sich die Schule, der Kindergarten, eine Küche und Schlafräume. Auf der rechten Seite steht das dritte Gebäude mit verschiedenen Werkstätten, unter anderem einer Malerei, einer Schneiderei und einer Schreinerei. Viele Menschen, die von Shanti aufgenommen wurden, führen hier eine handwerkliche Arbeit aus.
Die Organisation ist nicht unbedingt auf Volontäre angewiesen. Die Erwachsenen arbeiten, die Kinder gehen in die Schule oder in den Kindergarten und die Menschen mit Behinderung werden betreut – alles geht Hand in Hand. Auch für Essen ist gesorgt. Das Gemüse kommt dabei direkt von einer Farm unweit von Kathmandu, die ebenfalls zur Organisation gehört. Dadurch ist Shanti sehr eigenständig, kalkuliert allerdings dennoch mit Spendeneinnahmen, die jederzeit gebraucht werden, um die Einrichtungen und den Lebensstandard zu verbessern.

Autor: Max  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  31.12.2018