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Schülerleben live

Juhu, der Spuk ist vorbei!

Inzwischen habe ich alle drei schriftlichen Abiturprüfungen hinter mir und auch eine der beiden mündlichen. Jetzt lauert nur noch das Geo-Kolloquium. Natürlich musste erstmal kräftig gefeiert werden, dass das Schlimmste jetzt überstanden ist, aber ich habe festgestellt, dass es jetzt erst so richtig losgeht:

Ich habe mich nämlich in letzter Zeit vor sämtlicher Planung gedrückt, weil ich ja immer lernen musste und jetzt bin ich im totalen Planungsdefizit: Der Sommerjob will organisiert sein, sprich, ich muss mit sämtlichen städtischen Bädern telefonieren, um abzusprechen, wann ich wo arbeite. Ich muss mein Visum schleunigst beantragen, was ich bis jetzt nicht tun konnte, weil mir die Bestätigung fürs Praktikum von Amnesty International gefehlt hat. Außerdem muss ich mich noch um eine Wohnung in Mexiko City kümmern, da die, die ich eigentlich schon hatte, jetzt doch schon an jemand anderen vermietet ist. Ich weiß auch nicht, wie so was passiert, aber es passiert eben doch… Ich muss meinen Handyvertrag stilllegen, damit ich nicht zahle, während ich gar nicht da bin, eine Lohnsteuerkarte beantragen, eine Reisekrankenversicherung abschließen, die letzten Impfungen durchführen lassen und ein bisschen lernen fürs Geo-Abi schadet auch nicht. Irgendwie habe ich das Gefühl, es überrollt mich gerade alles…

Immerhin weiß ich inzwischen, was ich bei Amnesty machen werde: Es schaut schwer nach administrativem Bereich aus, wobei ich mir darunter konkret jetzt auch noch nichts vorstellen kann. Aber genau dazu ist ein Praktikum ja da: Um sich danach mehr unter der Tätigkeit vorstellen zu können. In circa zwei Monaten werde ich schon deutlich mehr wissen.

Autor: Maja  |  Rubrik: orientieren  |  Jun 19, 2012
Autor: Maja
Rubrik: orientieren
Jun 19, 2012

Schülerleben live

Einmal Frankreich und zurück

Kaum war das Englisch-Kolloquium rum, hatte ich für die nächsten knapp drei Wochen frei. Allerdings „musste“ ich mich ans Packen machen. Wie ich bereits berichtet habe, stand für mich ja noch die praktische Ausbildung zum Wellenreitlehrer aus. Die trockene Theorie war bekanntermaßen in Köln bereits erledigt worden. Also packte ich meine Siebensachen und machte mich, zusammen mit zwei Mitstreiterinnen, am Donnerstagmorgen um drei Uhr auf den Weg an die französische Atlantikküste. Wir waren mit einem alten VW T3, Baujahr ’89, unterwegs, dementsprechend langsam ging es auch voran. Mit einem Schnitt von gut 90 Stundenkilometern tuckerten wir also gen Westen und kamen nach knapp 18 Stunden an unserem Ziel, etwas südlich von Bordeaux, an.

Der Freitag war sogar noch frei und so hatten wir die Möglichkeit, noch ein bisschen auszuruhen, um unsere Energiereserven für die Woche aufzufüllen. Dies war auch bitter nötig, denn die folgende Woche stellte sich als unglaublich anstrengend heraus: Früh morgens ging es los, wahlweise mit Kursbetreuung, gefolgt von endlosen Nachbesprechungen der Kursstruktur; oder eben Theorievorträgen zu Themen wie Didaktik, Rettungskette oder ähnlichem. Neben all dem hatten wir Lehrproben, Theorievorträge (in meinem Fall „Wellenentstehung“), Videoanalysen, Korrekturlehrproben und abschließend eine zweistündige Klausur. Um den Lehrgang erfolgreich zu abzuschließen, musste ich 50 Prozent in der Klausur erreichen. Aber das habe ich geschafft!

Autor: Johannes  |  Rubrik: orientieren  |  Jun 14, 2012
Autor: Johannes
Rubrik: orientieren
Jun 14, 2012

Schülerleben live

Nebenjob im Schwimmbad

Früher dachte ich immer, als Lehrer würde man die komischsten Fragen gestellt bekommen, aber weit gefehlt! Gestern, an meinem ersten Tag als Rettungsschwimmerin, wurde ich eines besseren belehrt: Von grammatikalischen Auswucherungen wie „Ey, wann Dreier?“ bis hin zu rein logischen Fragestellungen wie, „Warum muss man warten, bis der, der vor einem gesprungen ist, weg ist?“, gab es alles. Schön war auch: „Ich habe für eine halbe Stunde Sauna gezahlt und bin mit meinen fünf Kinder hier, die drei Stunden Schwimmbad gezahlt haben und wir sind jetzt eine halbe Stunden zu lange da – wie viel kostet das?“ Ähhm... Moment mal, Mathe Abi ist schon vorbei, das wäre echt eine hoch komplexe Textaufgabe!

Bei der Frage, ob es sich bei der bräunlichen Masse im Nichtschwimmerbecken um menschliche Exkremente handele, blieb ich dem Mädchen allerdings eine Antwort schuldig und gab die Problemstellung mal an einen Kollegen weiter (Es handelte sich dann aber glücklicherweise um ein Pflaster).

Abgesehen von solchen Problemen und jeder Menge dummer Fragen, ist zumindest für mich dieser Nebenjob super! Meiner Meinung nach haben sich sämtlicher Papierkram und auch der Rettungsschwimm- und Erste-Hilfekurs gelohnt. Man wird recht gut bezahlt, darf umsonst schwimmen und in die Sauna, die Stadt ist ein angenehmer Arbeitgeber und meine Kollegen sind auch alle sehr nett.

Aber was macht man jetzt als Rufkraft? Also zunächst arbeitet man dann, wenn gerade besonders viel los ist. Also an Wochenenden, in den Ferien und bei gutem Wetter, weil dann ja zusätzliche Aufpasser für die Freibäder benötigt werden. Das bedeutet einerseits, dass man recht flexibel sein muss, wenn man viel arbeiten will. Andererseits aber auch, dass man nicht arbeiten muss, wenn es einem gerade zu viel ist. Man könnte theoretisch unbegründet wochenlang nicht arbeiten.

Wichtiger Bestandteil der Arbeit ist es auch, Kinder und Jugendliche, die Blödsinn machen, leicht autoritär zurechtzuweisen. Dazu habe ich auch einen Crashkurs bekommen. Am Ende muss man immer fragen: „Haben wir uns verstanden?“ Und auf aufsässige Fragen antworten: „Nichts wieso, ist so!“ oder „Schau dir mal die Baderegeln da hinten an!“ Und wenn sie zurückkommen und sagen, da stünde aber nichts über dies oder jenes, antworten: „Aber da steht, dem Personal sei Folge zu leisten!“

Das absolute Highlight ist aber die Sauna. Ich habe gelernt, wie man einen Aufguss macht, und wie man mit dem Handtuch wedelt. Ich war vorher noch nie in einer Sauna und es hat mir echt gut gefallen – diese Ruhe nach dem dauernden Geschrei im Bad!

Autor: Maja  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  Jun 6, 2012
Autor: Maja
Rubrik: auszeit nach dem abi
Jun 6, 2012