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Schülerleben live

Fliegender Wechsel

Bestimmt ist jeder schon mal in einem Hafen gewesen und hat das ein oder andere Boot bewundert. Doch wie oft hat man schon die Gelegenheit, eine Woche lang auf so einem Boot zu wohnen, durch das Wattenmeer zu fahren und jeden Abend einen anderen Hafen zu sehen? Ich hatte dieses Jahr die Möglichkeit dazu und natürlich habe ich diese genutzt. In meiner Gegend veranstaltet die Kirchengemeinde aller zwei Jahre eine sogenannte Segelrüstzeit. Meine beste Freundin und ich haben uns durch eine ähnliche, wenn auch weniger aufregende Rüstzeit kennengelernt und da sich unsere Wege nach diesem Sommer trennen werden, beschlossen wir, an dieser Fahrt teilzunehmen. Es war eine wirklich schöne und ereignisreiche Woche. Wir waren 35 Personen und uns graute ein wenig davor, mit so vielen Menschen auf so wenig Raum zu wohnen. Es stellte sich jedoch bald heraus, dass das Segelboot von innen größer war als es von außen aussah. Auch wenn wir nicht die gesamte Woche über gutes Segelwetter hatten, erlebten wir ein paar unvergessliche Dinge. Wir ließen uns zum Beispiel einmal im Watt trockenfallen. Das bedeutet, wir setzten an einer flachen Stelle im Wasser auf und lagen durch den sinkenden Wasserstand später auf dem trockenen Meeresgrund – bis die Flut uns wieder einfing. An einem Tag schipperten wir eine besonders weite Strecke, sodass wir während der Fahrt einen Sonnenuntergang erleben konnten, während weit und breit kein Land in Sicht war. Wir konnten auch einen wunderschönen Sternhimmel beobachten, während wir an Deck schliefen.
Die Rückfahrt war für mich am anstrengendsten, da wir erst um zwei Uhr nachts am Zielhafen ankamen. Damit war die Reise für mich jedoch noch lange nicht zu Ende. Schließlich musste ich noch mit dem Auto nach Hause fahren. Endlich angekommen hieß es nicht „Ab ins Bett!“ sondern „Ab in den Urlaub!“. Ich beeilte mich, all meine Sachen umzupacken, sodass ich etwa eine Stunde später erneut in einem Auto saß, diesmal auf dem Weg zur Ostsee. Doch nun bin ich hier und habe drei Wochen Zeit zum Entspannen, Lesen und Radfahren.

Autor: Laura  |  Rubrik: orientieren  |  Aug 14, 2019

Schülerleben live

Schule, ade!

Und schließlich kam auch der Tag, der alles beenden sollte. Der Tag, der den Abschluss der gesamten Schulzeit markieren sollte. Bisher bedeutete der letzte Freitag im Schuljahr den Start in die Sommerferien. Man bekommt seine Zeugnisse und verabschiedet sich bis zum nächsten Schuljahr von Freunden und Lehrern. Für uns Abiturienten bedeutete dieser Tag einen Abschied auf unbestimmte Zeit. Wir werden uns wahrscheinlich noch das ein oder andere Mal wiedersehen, aber der Zeitpunkt liegt in weiter Ferne und ist noch unklar. Der Abiball war jedoch nicht nur ein Abschied, sondern auch der Abschluss eines gesamten Kapitels unseres Lebens. Bis jetzt haben wir den Großteil unseres Lebens in der Schule verbracht, in einem System mit festen Regeln, einem vorgeschriebenen Weg und einem festgelegten Ziel. Doch in dem Moment, in dem wir unser Abiturzeugnis in den Händen hielten, mussten wir auf eigenen Beinen stehen und unsere eigenen Entscheidungen treffen. Jetzt wissen wir nicht mehr, was uns im Herbst erwartet und müssen unsere eigenen Wege gehen.  

Während der Schulzeit haben wir uns immer wieder darüber aufgeregt, dass wir den Großteil von dem was wir lernen, nie brauchen werden. Das stimmt wahrscheinlich auch. Aber man sollte nicht vergessen, dass wir tatsächlich auch vieles gelernt haben, wofür wir dankbar sein können. Es geht jedoch nicht nur um das Wissen, was uns vermittelt wurde, sondern auch um die sozialen Kompetenzen, wie das Arbeiten in Gruppen, das Erfüllen von Pflichten und das Durchbeißen..

Natürlich war es schön, sich von der Schulzeit zu verabschieden. Aber einiges werden wir bestimmt auch vermissen, wenn wir dann in ein paar Wochen ein neues Kapitel aufschlagen.

Autor: Laura  |  Rubrik: orientieren  |  Aug 2, 2019
Autor: Laura
Rubrik: orientieren
Aug 2, 2019

Schülerleben live

Abschlussfahrt

Unsere Abschlussfahrt ging nach Spanien – und zwar erst nach Barcelona und dann nach Calella. Wir trafen uns am Mittwoch früh, um mit dem Bus nach Berlin zu fahren und von dort einen Flieger nach Barcelona zu nehmen. Hier traten die ersten Probleme auf, da eine Schülerin den Bus nach Berlin verpasst hatte. Glücklicherweise schaffte sie es, mit dem Zug nachzukommen und rechtzeitig am Flughafen zu uns stoßen. Der nächste hatte sein Handy vergessen, wohnte aber zum Glück nicht weit entfernt, sodass der Bus unterwegs bei ihm vorbeifahren konnte.
Für mich war dieser Flug nach Barcelona mein erster Flug. Da ich nur mit Handgepäck gereist bin, musste ich beim Packen auf vieles achten. Da wir fast drei Stunden vor dem Start am Flughafen waren, mussten wir lange warten. Das Fliegen an sich war jedoch echt super, vor allem da ich einen Fensterplatz hatte und somit einen guten Blick auf die Alpen und das Mittelmeer.
Vor Ort waren wir in einem Hostel untergebracht, doch die meiste Zeit verbrachten wir unterwegs. Wir besichtigten die Sagrada Familia, den Hafen und noch einiges mehr, was sehr sehenswert war. Um von einem Ort zum nächsten zu kommen, nutzten wir das Metro-Netz. Wenn man das Prinzip einmal verstanden hat, kann man sich sehr gut zurechtfinden.
Am Samstag fuhren wir dann nach Calella, wo wir nicht weit entfernt vom Strand untergebracht waren. Das war sehr vorteilhaft, da man es bei diesen Sommertemperaturen am besten im Wasser aushält. Ich habe den Eindruck, dass die Spanier sehr viel lockerer und höflicher sind als viele Deutsche. In Calella wird man im Supermarkt wohl kaum auf einen genervten Verkäufer treffen. Trotz der Tatsache, dass niemand aus unserer Gruppe auch nur ein Wort Spanisch konnte, konnten wir lustige Unterhaltungen führen. Am Dienstag ging es schließlich zurück nach Deutschland. Dank der Klimaanlagen in den Zimmern und im Bus war mittlerweile etwa die Hälfte unserer Gruppe erkältet. Für uns heißt es jetzt also Tee trinken und hoffen, dass wir bis zum Abiball wieder gesund sind.

Autor: Laura  |  Rubrik: orientieren  |  Jul 24, 2019