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Die Lehrer von morgen

Nachklausuren

Bislang habe ich bei wirklich jeder Mathe-Klausur Erst- und Zweitversuch mitgeschrieben. Nur bei zwei Klausuren war ich durch den ersten Versuch gerasselt, bei den anderen drei gab es eine nette Regelung: Weil es die ersten drei Klausuren waren, die man regulär als Mathe-Lehrämtler schreibt, hatte man einen Verbesserungsversuch. Das heißt, man durfte – wenn man keine 1,0 geschrieben hatte – ein zweites Mal antreten und die bessere Note der beiden Versuche wurde letztendlich gewertet.
Auf der einen Seite hieß das, dass ich nach dem Urlaub in Schweden alles bisherige Wissen wiederholen und festigen sowie Übungsaufgaben bearbeiten musste. Der Spaßfaktor: eher gering.Auf der anderen Seite war es sehr viel entspannter, für die Nachklausuren zu lernen als für die Erstversuche. Ich hatte den Stoff ja schon zweimal durchgekaut, einmal im Semester und einmal beim Lernen, von daher konnte ich vieles schnell abhaken und mich stattdessen von meinem mathebegabtesten Unifreund ein bisschen zu möglichen Randthemen abfragen lassen. Dass ich es aus dem Kopf geschafft habe, mir die Definition zur Matrizenmultiplikation herzuleiten, macht mich immer noch ein bisschen stolz.
Letztendlich habe ich in jeder der Zweitklausuren deutlich mehr Punkte holen können als im ersten Versuch – sowohl in diesem als auch im vorigen Semester. Meinem Notenspiegel tat das sehr gut und ich kann nur jedem empfehlen: Wenn ihr die Möglichkeit habt, euch zu verbessern, nutzt sie!

 

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Nov 18, 2016
Autor: Janna
Rubrik: studium
Nov 18, 2016

Die Lehrer von morgen

Freunde

Freunde sind eine komische Erfindung. Besonders, wie Erwachsene mit Freundschaft umgehen, irritiert mich. In meinem Alter ist es nicht so angesehen, seinen Freunden für ein Date mit einem Typen abzusagen oder ihn überall hin mitzunehmen. Manchmal nervt das, weil man doch alle mag und alle sehen möchte. Aber wie ich schon bei den Philosophen Adam Smith oder David Hume gelernt habe, müssen Freunde nicht zwingend mit deinen Freunden Freunde sein, sondern nur dieselben Menschen blöd finden, die du auch nicht magst. Mitgefühl verlangt Verbündung gegen den Feind, Liebe für dieselben Dinge nicht unbedingt. Aber irgendwann kommt man an diesen Punkt, ab dem Menschen mit ihrem Partner zu einer solchen Einheit werden, dass sie nur noch gemeinsam zu Geburtstagen gehen.
Gerade fühlen sich meine Freundschaften sehr tief an, dabei aber keineswegs erwachsen: Zickerei wegen lächerlichen Kleinigkeiten gibt es immer wieder, aber trotzdem wird viel geredet, viel geteilt. Ich habe kaum noch Freunde aus der Schule. Meine richtigen Freunde sind in Ludwigsburg und die werden auch richtige Freunde bleiben – das scheint so lange eine ganz klare Sache, bis mir einfällt, dass meine Eltern fast gar keine Freunde aus Studienzeiten mehr haben.
Dabei will ich nicht immer wieder neue Freunde finden müssen. Aber vielleicht ist das nicht zu vermeiden. Es wäre so viel einfacher, die Menschen zu behalten, die man mag. Doch manchmal musste ich mir schon eingestehen, dass das auch aufhören kann. Aber ob das daran lag, dass es die falschen Menschen waren, ob Menschen mit zunehmender Erfahrung besser Freunde auswählen können, oder wir doch von einem allgemeinen Phänomen sprechen können, das habe ich noch nicht herausgefunden.

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  Nov 15, 2016
Autor: Hannah
Rubrik: studium
Nov 15, 2016

Die Lehrer von morgen

Stress pur

Ich hätte in den vergangenen Wochen definitiv genug zu erzählen gehabt: Nachholklausuren, Urlaub, Drama im Freundeskreis – vom einen oder anderen werde ich in meinen nächsten Beiträgen bestimmt berichten. Ich hatte bisher nämlich beim besten Willen keine Zeit. Grund dafür war der furchtbar stressige Semesterstart. Als die Vortragsthemen in meinem Seminar „Elementare Zahlentheorie“ vergeben wurden, wollte ich unbedingt das zweite Thema haben, weil es dabei vor allem um Beweise zum Thema Primzahlen ging, was ich besonders gerne mache. Da eine Kommilitonin das erste Thema bekam –das Leben von Carl Friedrich Gauß – hatte ich erwartet, erst am zweiten Termin vortragen zu müssen. Das war leider ein Fehlschluss, wie ich in der anschließenden Sprechstunde erfuhr.
Das hieß dann wohl viel Mathe in wenig Zeit schaffen. Donnerstagnacht in der Woche vor Vorlesungsbeginn kam ich nach Hause, am Freitag hatte ich Geburtstag und meine Freunde aus Bonn kamen mich besuchen und am Samstag kam die Familie. Erst am Samstagabend fing ich dann mit meinem Vortrag an – fünf Tage vor dem Seminartermin. Dass eine Freundin von mir ihre neue WG mit einer Party einweihte, ich am Dienstagabend für den Geburtstag meines Bruders nach Hause fahren musste und nebenbei auch die anderen Veranstaltungen an der Uni begannen, war nicht besonders förderlich.
Nach einem auf den Punkt fertig gewordenen Vortrag am Donnerstag war der Stress der ersten Woche aber noch nicht vorbei: Um nicht noch mehr potenzielle Arbeitszeit in der Bahn zu verlieren, hatte ich das Familienauto nutzen dürfen, das zurückgebracht werden musste, dann war meine eine Mitbewohnerin im Urlaub und ich musste ihre Katze füttern und am Sonntag stand ich mal wieder beim Rosenkrieg als Poetry-Slammerin auf der Bühne – die Texte dafür waren auch erst kurz vorher in ihre finale Form gebracht worden.
Nachdem der Beginn der Vorlesungszeit so anstrengend war, hoffe ich jetzt auf ein etwas entspannteres Semester.

Frühere Beiträge von Janna aus ihrem Lehramtsstudium sind über ihre Übersichtsseite zu finden.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Nov 8, 2016
Autor: Janna
Rubrik: studium
Nov 8, 2016