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Die Lehrer von morgen

Freiheit

Seit das neue Semester begonnen hat, fühle ich mich viel freier. Denn die Ferien habe ich zum Großteil damit verbracht, vom frühen Nachmittag bis zum späten Abend in der Bibliothek zu sitzen. Grund dafür war, dass ich Projektarbeiten schreiben musste, für die ich während der Praxisphase Daten erhoben hatte. In Deutsch habe ich untersucht, wie eine Übung zum Thema „das und dass“ die Fähigkeiten der Schüler verändert, diese Wörter richtig zu schreiben. In Bildungswissenschaften hatten wir eine Dyskalkuliediagnostik erarbeitet und Schüler der sechsten Klasse auf die Rechenschwäche hin getestet. Die Ergebnisse mussten aufbereitet werden, sortiert und teilweise auch aussortiert, um letztendlich zu einer Auswertung und einem Ergebnis zu kommen. Semesterferien hatte ich daher nicht wirklich; die Dyskalkuliearbeit gaben wir am Sonntagabend vor Semesterstart per Mail ab, die für Deutsch legte ich am letztmöglichen Termin ins Fach meiner Dozentin.
Auch wenn ich dieses Semester ziemlich viele Semesterwochenstunden habe und außerdem noch ein Tutorium gebe, bin ich sehr viel entspannter als in den Ferien. Die Univeranstaltungen sind zwar auch sehr stressig, aber machen mir Spaß, außerdem bekomme ich viel mehr Bewegung als in den Wochen davor und merke, wie gut es mir tut, wieder mehr Sport zu machen.
Für das Dyskalkulieprojekt habe ich schon die Note, Deutsch wird auch bald eingetragen – bestanden habe ich beides aber sicher. Und somit habe ich den vermutlich anstrengendsten Teil meines Studiums überlebt. Umso mehr freue ich mich auf das restliche Masterstudium.

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  May 14, 2019

Die Lehrer von morgen

Praktikum in einer logopädischen Einrichtung

Mein Hauptfach ist Sprachheilpädagogik. Wir setzen uns mit theoretischen Fragestellungen rund um die Sprache auseinander. Da mir die Praxis fremd ist und ich wenige Umsetzungsmöglichkeiten des Theoretischen kenne, absolvierte ich in meiner vorlesungsfreien Zeit ein Praktikum bei einem Logopäden.
Ich merkte schnell, wie sinnvoll es ist, Praxisluft zu schnuppern. Ich lernte verschiedene Möglichkeiten kennen, die die Sprachfähigkeiten bei Patienten fördern. Zudem bekam ich facettenreiche Einblicke in Störungsbilder und deren Umfang.
Wir therapierten unter anderem in der Frühförderstelle. Hier wird vor allem spielerisch mit Lauten gearbeitet. Zudem spielt die Merkfähigkeit bei den Kindern eine große Rolle. Mit den Patienten werden verschiedene Spiele gespielt, die ihnen Spaß machen und zum unbewussten Lernen beitragen sollen. Außerdem werden sie positiv bestärkt. Mein Eindruck ist, dass sie sehr gerne zum Logopäden gehen.
Wir waren auch in einer schulvorbereitenden Einrichtung. Diese besuchen Kinder, die einen sonderpädagogischen Förderbedarf haben und noch nicht bereit für eine Einschulung sind. Ich lernte Therapiekonzepte für Autisten, Patienten mit Trisomie 21 oder Kinder mit geistigen oder neurologischen Erkrankungen kennen. Die Arbeit mit ihnen war sehr anstrengend und brauchte viel Geduld, aber machte mir auch unheimlich viel Spaß. Zusätzlich wird in der Logopädie-Praxis therapiert. Diese besuchen Kinder und junge Erwachsene.
Insgesamt gefällt mir die logopädische Arbeit sehr gut. Leider werde ich später kaum die Möglichkeit haben, Einzeltherapien durchzuführen und muss versuchen, differenzierte Konzepte für die ganze Klasse zu erstellen. Durch das Praktikum erhielt ich hierfür wichtige Tipps.

 

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  May 10, 2019

Die Lehrer von morgen

Feedback

Ich habe euch schon erzählt, dass ich immer donnerstags mit meiner Mentorin meine Stunden reflektiere. Ihr Feedback ist sehr ausgewogen – es werden immer positive und negative Dinge angesprochen. Kritik einzustecken fällt mir dennoch nicht leicht. Jede Woche mache ich mir sehr viele Gedanken über meinen Unterricht und probiere viel aus, aber am Ende gibt es trotzdem viel zu diskutieren und nie einfach mal nur ein: „Das hast du richtig gut gemacht!“ Mich demotiviert das eher und manchmal habe ich das Gefühl, auf der Stelle zu treten. Sie kritisiert zwar nicht immer dieselben Punkte und ich weiß auch, dass ich mich verbessere, aber insgesamt wird die Kritik nicht weniger. Eigentlich bin ich gut darin, konstruktive Kritik anzunehmen und umzusetzen. Schwieriger wird es für mich, wenn es um meine Persönlichkeit geht. Und beim Unterrichten geht es schließlich auch um meine Persönlichkeit und meinen Umgang mit anderen.. Das ist nicht immer leicht auszuhalten, auch wenn meine Mentorin sehr wertschätzend mit mir umgeht. Mir ist klar, dass sie aus mir nur das Beste herausholen will und dass es ihre Aufgabe ist, mir meine Fehler aufzuzeigen.
Das Problem ist, dass es mir schwer fällt, die Kritik einzuordnen. Ich würde gerne wissen, wie ich mich im Vergleich zu anderen anstelle. Ich bin es gewohnt, mit einer Note bewertet zu werden, die mich unter meinen Kommilitonen einordnet. Daher suche ich jetzt teilweise nach einem Satz, den ich mit irgendeiner Note verbinden kann. Nur so etwas wie „Das ist Kritik auf hohem Niveau, aber...“ würde mir schon helfen. Gerade kann ich nämlich überhaupt nicht einschätzen, ob meine Mentorin froh ist, mich als Referendarin zu haben, oder mehr Kompetenz von mir erwartet hätte.

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  May 8, 2019
Autor: Hannah
Rubrik: studium
May 8, 2019