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Die Lehrer von morgen

Praktische Erfahrungen

Neulich hielt ich in der siebten Klasse eine Religionsstunde. Die Klasse wünschte sich, etwas über das Judentum zu erfahren. Ich überlegte mir eine Thematik und suchte passende Lernziele aus dem Lehrplan heraus.
Die Unterrichtsstunde sollte über die Stufen des jüdischen Lebens gehen: Beschneidung, Bar Mizwa, Ehe und Tod. Zu jeder Stufe bereitete ich ein passendes Poster vor, zu denen die Schüler Aufgaben bekamen. Weiterhin gab es Gruppenarbeiten mit Informationstexten, die die visuellen Eindrücke ergänzen sollten. Zentrale Erkenntnisse hielten wir an der Tafel fest. Im Transfer beschrieben die Schüler die Stufen des christlichen Lebens und zeigten Unterschiede zu den jüdischen Stufen auf.
Da wir einen äthiopischen Jungen in der Klasse haben, der über wenige Deutschkenntnisse verfügt, bereitete ich differenziertes Material für ihn vor. Dazu ließ ich Arbeitsaufträge und Arbeitsblätter von einem äthiopischen Freund übersetzen. So konnte auch dieser Schüler am Unterricht teilnehmen.
Besonders war, dass mein Dozent die Unterrichtsstunde beobachtete und bewertete. Im Großen und Ganzen verlief meine Religionsstunde sehr gut. An ein paar Kleinigkeiten muss ich aber noch feilen. Ich war ziemlich zufrieden mit meiner Leistung und fühlte mich in der Rolle als Lehrkraft sehr wohl.
Das Praktikum neigt sich nun dem Ende zu. Ich durfte nochmals neue Eindrücke und Erfahrungen sammeln, bevor ich mich ins Referendariat stürze. Es war mein letztes Pflichtpraktikum, das ich an der Universität absolvieren musste und dennoch fühle ich mich praktisch noch sehr unvorbereitet.

 

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  Jul 31, 2019
Autor: Eva
Rubrik: studium
Jul 31, 2019

Die Lehrer von morgen

Hitzewelle

Jeder kennt die Probleme, die eine Hitzewelle mit sich bringt. Ich selbst wohne in einem mehrstöckigen Studentenwohnheim, das 1972 erbaut wurde. Falls es eine Isolierung geben sollte, merke ich davon nichts. Meine einzige Rettung ist mein Ventilator. Er läuft in Dauerschleife. Da mein Fenster eine ganz spezielle Breite hat, waren Rollos schwer auffindbar. Dennoch beschaffte ich mir welche und ließ sie zurechtschneiden. Sie halten die Hitze zumindest ein bisschen ab. Meine Eingangstüre steht auch offen, damit ein Durchzug entsteht.
Gehe ich aus meiner Wohnung wird es nicht besser. In Würzburg gibt es nämlich keine klimatisierten öffentlichen Verkehrsmittel. Schwitzen ist angesagt. Der Umwelt zu liebe geht das schon, dennoch ist es unangenehm. Vor allem, wenn der Bus mal wieder voll ist. Selbst zu Fuß gibt es kaum Schattenmöglichkeiten zur Universität. Angekommen sind die Bedingungen in den Seminarräumen nicht sonderlich besser, man klebt förmlich auf den Stühlen.
Deine Abkühlung im Freibad wäre schön. Allerdings befindet sich dieses am anderen Ende der Stadt. Dorthin zu kommen gleicht einer Tortur. Meine einzige Rettung ist die neu eröffnete Eisdiele, die nicht weit von mir entfernt ist.
Grundsätzlich mag ich die Hitze. Zuhause auf unserer Terrasse ist es herrlich unter dem dicht gewachsenen Hopfen. Falls es doch mal zu warm werden sollte kann ich ins kühle Haus gehen.
Hier in Würzburg finde ich es hingegen unerträglich. Es ist kaum möglich, einen klaren Kopf zum Lernen zu bekommen.

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  Jul 23, 2019

Die Lehrer von morgen

Kraft, Ausdauer und blaue Flecken

In den letzten Semestern habe ich immer wieder die Angebote des Hochschulsports genutzt. Dieses Semester habe ich mich dabei unter anderem für Pole Dance entschieden. Mein Gedanke dabei war: „Voll cool, da baue ich Muskeln auf, arbeite gleichzeitig an meiner motorischen Koordination und am Ende kann ich bestimmt Dinge, die total cool aussehen.“ Der Gedanke der meisten Menschen meines Umfelds war: „Pole Dance? Willst du Stripperin werden!?“
Ich musste mir unglaublich viele Sprüche anhören, vor allem von meiner Familie. Und mein Freund bat mich, das vor seiner Oma vielleicht nicht direkt zu erwähnen.
Mit Obszönitäten hat Pole Dance aus meiner Sicht aber in erster Linie gar nichts zu tun. Es geht dabei vor allem um Kraft, Ausdauer und blaue Flecken. Montags hatte ich immer meinen Kurs und jeden Dienstag lief ich aufs Neue lädiert durch die Gegend. Gleichzeitig habe ich tatsächlich Fortschritte bemerkt. Leider nicht so viele wie erhofft, denn, was bei der Trainerin so leicht aussieht, ist es nicht. An der Stange hängend kann ich mich immer noch nicht aus eigener Kraft in den Invert bringen. Dabei hebt man seine Beine über den Kopf, bis man kopfüber hängt. Aber immerhin habe ich keinerlei Probleme mehr dabei, meine Knie bis zu den Ohren zu ziehen. Und meine Armmuskeln lassen noch zu wünschen übrig, aber mehreren Menschen in meinem Umfeld fiel auf, dass sich meine Haltung deutlich verbessert hat.
In der letzten Pole-Dance-Stunde ließ ich mich filmen. Die sauber ausgeführte „Peter-Pan-Drehung“ stellte ich dann in die Familiengruppe und plötzlich machte niemand mehr blöde Sprüche – im Gegenteil, Mama, Papa und die Geschwister waren begeistert davon, was ich gelernt habe.
Ich habe endlich einen Sport gefunden, der mir wirklich viel Spaß macht, und freue mich schon auf den nächsten Kurs im kommenden Semester.

 

Autor: Janna  |  Rubrik: studium  |  Jul 22, 2019
Autor: Janna
Rubrik: studium
Jul 22, 2019