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Die Lehrer von morgen

Erwachsenenbildung

Zwischen meinem Examen und meinem Referendariat habe ich eine Weile als wissenschaftliche Hilfskraft für meine Professorin gearbeitet. Diese Professorin schrieb mir im Frühling eine E-Mail und fragte mich, ob ich mir zutrauen würde, sie bei einem Vortrag zu vertreten. Der Vortrag richtete sich an Teilnehmer eines Lehrgangs im Horizontalen Laufbahnwechsel (HoLa), also an Lehrerinnen und Lehrer, die ursprünglich ein allgemeines Lehramt (z.B. Grundschule oder Realschule) studiert haben, nun aber schon mehrere Jahre an einem SBBZ (Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum) arbeiten und nachträglich noch die Qualifizierung als Sonderpädagogen erlangen wollen. 90 Minuten sollte ich ihnen etwas darüber erzählen, wie man das Sprachverständnis von Kindern und Jugendlichen diagnostizieren kann. Mir war ziemlich schnell klar, dass ich diese Chance nutzen wollte! Ich fand es richtig schön, dass sie mir so etwas zutraute, es könnte meine erste Erfahrung in der Erwachsenenbildung sein und ich bekam sogar ein Honorar dafür.
Die Organisation des Vortrags war zeitlich etwas schwierig, weil ich eine Woche vor dem Termin meinen Unterrichtsbesuch hatte und es mir nicht gelang, mich auf beides gleichzeitig vorzubereiten. In den Osterferien hatte ich mich bereits mit meiner Professorin getroffen, sie hatte mir relevante Tests ausgeliehen und alte Präsentationen zum Thema mitgegeben. Für das Erstellen meiner eigenen Präsentation und das Üben des Vortrags sowie weitere organisatorische Fragen hatte ich dann aber nur noch eine Woche Zeit.
Am Tag des Vortrags selbst war ich eher im positiven Sinne aufgeregt. Der Vortrag fand am Seminar statt, an dem ich auch ausgebildet werde, ich kannte also die Räumlichkeiten. Es war eine angenehme Atmosphäre und die Teilnehmer waren sehr interessiert. Und auch der Rest lief gut, sogar mein Zeitmanagement. Hin und wieder kamen Fragen, auf die ich am nächsten Tag eine bessere Antwort gewusst hätte, aber ich reagierte gelassen. Im Nachhinein habe ich erfahren, dass die Teilnehmer mich „wahnsinnig souverän“ fanden. Das hat mich natürlich sehr gefreut! Insgesamt war es echt eine tolle Erfahrung und ich würde eine solche Möglichkeit jederzeit wieder annehmen.

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  Jul 2, 2019
Autor: Hannah
Rubrik: studium
Jul 2, 2019

Die Lehrer von morgen

Vegan mal anders

Neulich stieß ich auf eine Veranstaltungsannonce, die meine Neugier weckte. Von der Evangelischen Studentengemeinde Würzburg (ESG) wurde ein veganer Kochkurs angeboten. Dort sollten vegane Gerichte aus aller Welt gekocht werden. Der Kochkurs findet an drei Tagen statt. Die Kosten eines einzelnen Kurses belaufen sich auf sechs Euro inklusive Getränke.
Ich besuchte bereits ab und zu Kochkurse. Einmal mit meiner Cousine und ein weiteres Mal mit meinem Bruder. Ich hatte Spaß! Zum einen lernte ich etwas und zum anderen kam ich mit neuen Leuten in Kontakt. Ich suchte mir also eine Freundin, die mich zum veganen Kochkurs begleitete und meldete uns an.
Als es dann soweit war, waren wir gespannt, welches Gericht wir zubereiten würden. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde teilten uns die Leiter das Rezept aus. Es wurde ein italienisches Gericht gewählt: Karottenravioli mit Rote-Beete-Soße und als Dessert eine vegane Panacotta mit Blaubeeren.
Wir teilten uns in vier Teams auf. Unser Team war für die Füllung zuständig. Dafür schnitten wir Pilze, Oliven, Zwiebeln und Knoblauch klein und brieten alles in der Pfanne an. Es schmeckte richtig lecker!
Nachdem der Nudelteig fertig war, der aus Wasser, Mehl und Karottensaft bestand, ließen wir ihn gehen und rollten ihn aus. Es war sehr anstrengend, den eher festen Teig ganz dünn auszurollen, doch gemeinsam schafften wir es.
Wir kochten die Nudeln und deckten den Tisch. Ich kam mit vielen verschiedenen Personen in Kontakt, mit Psychologiestudenten, Biochemikern oder Bildungswissenschaftlern – es war eine bunt gemischte Gruppe. Wir ließen uns das gemeinsam gekochte Essen schmecken und tauschten weitere Rezepte untereinander aus.
Alles in allem hat es mir gut gefallen, an diesem Kochkurs teilzunehmen und etwas Neues auszuprobieren. In Zukunft möchte ich häufiger an solchen Veranstaltungen teilnehmen.

Autor: Eva  |  Rubrik: studium  |  Jun 18, 2019

Die Lehrer von morgen

Mein erster Unterrichtsbesuch

Kurz nach den Osterferien hatte ich meinen ersten Unterrichtsbesuch. Vorab musste ich einen Entwurf für meinen Unterricht anfertigen, in dem ich auf über 20 Seiten erklärte, warum ich meinen Unterricht so machen möchte und nicht anders. Dabei nahm ich auf den gültigen Bildungsplan Bezug, analysierte die Wichtigkeit des Themas für die Schülerinnen und Schüler und zeigte auf, welche Anpassungen für die konkrete Klasse notwendig sind. Außerdem habe ich natürlich viel Zeit damit verbracht, Material für die Stationenarbeit zu basteln.
Einen Tag vor meinem Unterrichtsbesuch habe ich alles im Klassenzimmer vorbereitet, damit ich nachts ruhig schlafen konnte. Ich hatte Sorge, etwas nicht so umsetzen zu können, wie ich es mir vorgenommen hatte. Am Ende lief aber alles soweit nach Plan. Zu Besuch waren meine Ausbilderin vom Seminar und eine andere Referendarin. Beide saßen zusammen mit meiner Mentorin hinten in der Klasse und beobachteten den Unterricht.
Anschließend folgte die Reflexion in zwei Phasen: Zuerst in Zweiergruppen (Ausbilderin und Mentorin; andere Referendarin und ich), dann zu viert. In den Zweiergruppen wurden Notizzettel mit Sternen („Das war gut“) und mit Lupen („Darauf sollte man noch genauer schauen“) beschrieben. In der Phase zu viert stellte erst ich die gefundenen Sterne vor, dann die Ausbilderin ihre, dann wieder ich meine Lupen und die Ausbilderin ihre. Am Ende durfte ich aus meinen Lupen-Zetteln zwei bis drei auswählen, die ich mir als nächstes vornehmen möchte. Diese wurden als Baustellen in einem Protokoll festgehalten, an denen ich bis zu meinem nächsten Besuch arbeiten sollte.

Insgesamt habe ich die Kritik als sehr wertschätzend und konstruktiv empfunden. Ich konnte alle Punkte nachvollziehen und habe mich nicht persönlich angegriffen gefühlt. Das hat mir sehr gut getan. Insgesamt hat mir diese Erfahrung die Sorge vor den nächsten Besuchen genommen, allerdings ist beim nächsten Mal mein Schulleiter mit dabei – das wird also auch wieder aufregend.

 

Autor: Hannah  |  Rubrik: studium  |  Jun 12, 2019
Autor: Hannah
Rubrik: studium
Jun 12, 2019