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Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Semesterbeginn

Eigentlich hatte ich mich seit Bekanntgabe der Vorlesungstermine auf einen freien Freitag gefreut. Hätte die Uni nur eine meiner 20 Angaben von Priorität A bis C bei der Wahl meiner Laborgruppe berücksichtigt, wäre das auch kein Problem gewesen. Aus verschiedenen Gründen ging das leider nicht, sodass ich in der Gruppe landete, in die ich keineswegs wollte. Noch weiß ich allerdings nicht, inwiefern da Anwesenheitspflicht besteht.
Etwas ärgerlich ist außerdem, dass ich in diesem Semester relativ viele Veranstaltungen erst am Abend habe, sodass ich die Hälfte der Sportangebote der Uni vergessen kann. Und die andere Hälfte kann ich mir wegen der Arbeit für das europäische Studierendenforum AEGEE abschminken.
Trotz allem freue ich mich auf das Semester! Nicht unbedingt, weil ich die Uni so vermisst habe, sondern weil das Studentenleben einfach Spaß macht. Klar empfiehlt es sich, bereits während des Semesters mit dem Stoff durchzukommen. Dafür ist es aber völlig egal, wie man das anstellt. Man kann zum Beispiel die ganze Tagesplanung kippen, um zum Lernen an den nächstgelegenen See zu fahren, nach einer langen Nacht den Kaffee im Lernraum alle halbe Stunde frisch aufzubrühen oder sich bei gutem Wetter spontan lieber Freibad statt Uni genauer anzusehen.
Auch wenn die zwei bis drei freien Wochen am Ende der Semesterferien offensichtlich die entspanntesten des Jahres sind, freue ich mich jedes Mal auf das Semester, weil die Uniphase für spontane Aktionen bestens geeignet ist und mit guten Freunden immer Spaß macht.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  19.05.2017
Autor: Katha
Rubrik: studium
19.05.2017

Ingenieurwesen? Ja, bitte!

AEGEE-Austausch in Krakau

Bei all der Arbeit, die ich bisher für das europäische Studierendenforum AEGEE, Gruppe Aachen, geleistet habe, konnte ich selten an einem Event teilnehmen, dass ich nicht mitorganisiert hatte. Nun aber war ich bei einem Austausch dabei, mit dessen Organisation ich absolut nichts zu tun hatte: Mit unserem Partnerverein AEGEE-Lviv aus der Ukraine trafen wir uns auf etwa halbem Weg zwischen unseren beiden Städten bei AEGEE-Krakau.
Wir fuhren mitten in der Nacht mit dem Auto los, um pünktlich zu Programmbeginn am nächsten Tag da zu sein. Nach einer überraschend kurzweiligen Fahrt mit drei anderen AEGEElern bezogen wir ein spärlich ausgestattetes Zehn-Bett-Zimmer in einem Hostel. Obwohl dieses recht authentisch anmutete, wollte die für Hostels typische internationale Stimmung nicht so recht aufkommen, da unsere einzigen Mitbewohner etwa 40 deutsche Schüler auf Abschlussfahrt waren.
Das heimische Gefühl legte sich aber ziemlich schnell, als wir mit den Lvivern bei der Geburtstagsfeier zweier Krakauer Mädels aufschlugen, zu der alle teilnehmenden AEGEElern herzlich eingeladen waren. Schlauerweise hatte ich mich vor dem Event für den ersten Frühstücksdienst eingetragen, da ich annahm, dass es mir am ersten Morgen noch am besten gehen würde. Doch die Nacht im Auto, die folgende Nacht mit Geburtstagsparty und das viel zu frühe Aufwachen mangels Gardinen oder anderer Verdunkelungsmöglichkeiten brachten mich an den Rand meiner Motivation. In den nächsten beiden Tagen verschlimmerte sich zwar mein Schlafmangel, aber das Programm hielt mich auf Trab: zwei Tage gefüllt mit ziemlich affig wirkenden, aber lustigen Kennenlernspielen, einer Citytour mit Jagd auf den Drachen, der Planung unserer zukünftigen Zusammenarbeit und der besten Party, die ich bisher erlebt habe.
Bilanz: Großartig, das sollte ich öfter machen.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  11.05.2017
Autor: Katha
Rubrik: studium
11.05.2017

Ingenieurwesen? Ja, bitte!

Prag – München – Venedig - 2

Für die Fahrt von München nach Venedig begaben wir uns in die Hände eines Fernbusunternehmens, das uns ohne Zwischenfälle ans Ziel brachte. Noch vor Sonnenaufgang suchten wir uns dort im Dunkeln einen etwas abenteuerlichen Fußweg über einen Schrottplatz, Bahngleise und unbeleuchtete Schotterpfade. Gerade als wir mit Sack und Pack über einen Zaun klettern wollten, um wieder auf offizieller aussehenden Grund und Boden zu gelangen, kam uns ein Einheimischer entgegen, öffnete ein kleines Tor im Zaun, das wir übersehen hatten und wünschte uns einen guten Morgen. So konnten wir den Zaun ohne akrobatische Anstrengungen überwinden.
Als wir endlich Bahnhof und Gepäckstation gefunden hatten, erstanden wir ein Drei-Tages-Ticket für die Wasserbusse und begaben uns zum Markusplatz, der so früh morgens einen ungewohnt verlassenen Anblick bot. Bei bestem Blick auf die Lagune frühstückten wir in aller Ruhe, sahen den ersten Gondolieri beim Vorbereiten ihrer Gondeln zu und liefen dann ganz entspannt zur venezianischen Free Walking Tour. In den folgenden drei Stunden erfuhren wir unheimlich viele überraschende Dinge über Venedig. Zum Beispiel, warum und wie die ersten Venezianer Inseln bauten, dass Venedig kein Abwassersystem hat und man es folglich tunlichst unterlassen sollte auch nur einen Zeh in die Kanäle zu halten, woher der Karneval kommt, warum alle Gondeln schwarz sind und warum in der Markusbasilika keine Säule zur anderen passt.
Bis dato hatte ich gedacht, Venedig sei aufgrund seiner Schönheit und malerischen Atmosphäre ein derart beliebtes Touristenziel. Nicht bewusst war mir, dass Venedig auch eine unheimlich interessante Geschichte und – seiner Einzigartigkeit geschuldete – ungewöhnliche Details zu bieten hat. Zum Beispiel, dass einem Karten in Venedig herzlich wenig helfen, da einige Straßennamen mehr als zehn Mal vergeben sind. Die einzige Möglichkeit, Adressen zu finden, ist, sich an Einheimische zu wenden oder sich an den zahlreichen Kirchen zu orientieren. Als unsere Führerin das erwähnte, wurde uns klar, warum uns der Vermieter unseres Appartements an der Wasserbushaltestelle abgeholt hatte.
Da auch die Sonne in den drei Tagen alles gab, landeten wir Mittwochabend mit dem obligatorischen Sonnenbrillenabdruck in Köln, sodass nicht nur unser Gefühl, sondern auch unsere Gesichter bezeugen konnten, wie schön der Urlaub war.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  05.05.2017
Autor: Katha
Rubrik: studium
05.05.2017