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Gap Year

Ein bisschen kaputt, aber wunderschön

2018 war für mich ein recht turbulentes Jahr. Ausklingen ließ ich es in Thessaloniki, der zweitgrößten Stadt in Griechenland und eine der ältesten Städte Europas. Dort habe ich mit einer Freundin bereits zum zweiten Mal Silvester verbracht. Die Idee kam uns, weil wir keine Lust mehr auf die langatmigen Silvester-Partys in der Heimat hatten.
Sich in Thessaloniki zu verlieben, ist einfach, denn diese Stadt vereint Chaos, Lebensfreude und Geschichte so gut miteinander wie kaum eine andere Stadt. Wenn ich durch die Straßen von Thessaloniki laufe, denke ich mir oft, dass sich viele Menschen mit dieser Stadt identifizieren können, denn sie ist ein bisschen kaputt, aber bei genauerem Hinsehen wunderschön. Genau deshalb kehrten meine Freundin und ich auch für Silvester 2018 zurück – und wurden nicht enttäuscht. Die Sonne schien und wie im vergangenen Jahr stellten alle Cafés und Restaurants wieder Stände vor ihre Haustür und verkauften zu einem absurd billigen Preis Souflaki mit Maisbrot. Straßenmusiker zogen durch die engen Gassen im Marktviertel und brachten Lebensfreude unter die Menschen. Man macht Dinge, die man in Deutschland nie machen würde, etwa mit wildfremden Leuten auf der Straße Sirtaki zu tanzen.
Ein persönliches Highlight war ein Wiedersehen mit einem älteren Ehepaar, das wir beim letzten Mal im Flugzeug kennengelernt hatten. Sie haben uns zu sich nach Hause eingeladen, wo wir die griechische Gastfreundschaft erleben durften. Gemeinsam schauten wir uns dann das wunderschöne Feuerwerk an.

Autor: Noah   |  Rubrik: orientieren  |  14.01.2019

Gap Year

Zwischen zwei Welten - Teil 3

Was mir an meinem Gap-Year am meisten Spaß gemacht hat? Das Erkunden eines mir unbekannten Ortes. Natürlich ist New York kein Geheimtipp, doch diese Metropole hat so viel zu bieten, dass jeder Besucher ein anderes New York erleben wird. Ein paar Tipps habe ich aber für euch.
Fangen wir gleich mit einer Warnung an: Geht nicht völlig planlos nach New York. Natürlich hat es was, einfach so in den Big Apple aufzubrechen, aber die zahlreichen Möglichkeiten können einen schnell überfordern. Um das zu verhindern, helfen klassische Reiseführer oder Interblogs von Ortskundigen. Wenn ihr wisst, was ihr machen wollt, informiert euch über Ticketpakete für die größten Attraktionen. Sonst kann es schnell teuer werden. Wir kamen mit unserem Pass vergünstigt unter anderem aufs Empire-State-Building, ins Rockefeller Center, ins 9/11-Museum und in das Metropolitan Museum of Art. Allgemein gilt: New York ist keine günstge Stadt. Nehmt also ausreichend Geld mit.
Aber genug von stumpfen Tipps, kommen wir zu meinen Highlights. Es ist spannend, New York vom Empire-State-Building aus zu sehen, sich von den Lichtern des Times Squares verzaubern zu lassen oder sich im Central Park treiben zu lassen, doch mein Highlight war mein Nachmittag im Greenwich-Village. Dort hatte ich eine persönliche Tour mit einem echten New Yorker namens Michael. Er führte mich zwei Stunden durch das Künstler- und Szeneviertel und zeigte mir den Ort, der mein Lieblingsplatz in New York werden sollte – den Innenhof des Schwulen- und Lesbenzentrumes. Dort saß ich lange mit einem Eiskaffee in der Hand und genoss die Ruhe. Ebenfalls ein Highlight war der komplett kostenlose „High Line Park“. Ein Park, der auf stillgelegten, überirdisch verlaufenden Gleisen der Metro angelegt wurde. Am besten geht man dort frühmorgens oder spätabends hin. Das gilt übrigens für die meisten Sehenswürdigkeiten in New York, denn ohne Touristen ist der Central Park oder die Brooklyn-Bridge einfach schöner.

 

Autor: Noah   |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  18.12.2018

Gap Year

Zwischen zwei Welten - Teil 2

An einem Bahnhof in der süddeutschen Provinz begann meine Reise nach New York. Ich drückte meine Mutter zum Abschied. 15 Stunden waren es noch bis zum Abflug. Wieso ich schon so früh in den Zug stieg? Wegen des Geldes. Zusammen mit zwei Freunden hatte ich auf einem Reiseportal ein Schnäppchen entdeckt: New York, hin und zurück für 250 Euro. Für den günstigen Preis mussten wir allerdings von Genf aus fliegen. Deshalb haben wir den letzten Zug an diesem Tag nach Brüssel genommen und im billigsten Hotel am Flughafen übernachtet, damit wir nicht unseren Flug um 6.20 Uhr nach Genf verpassen. In Genf angekommen, durften wir zuerst mit dem US-Grenzschutz Bekanntschaft machen und nach vielen Fragen auch in das Flugzeug der amerikanischen Airline steigen. Knapp acht Stunden, zwei Filme und drei schlechte Mahlzeiten später landeten wir im „land of the free and home of the brave“. Wie schon befürchtet, dauerte es ewig, bis wir durch die Passkontrolle kamen.

Erst mit dem Zug und dann mit der U-Bahn ging es zur Anlegestelle der Staten Island-Fähre. Dort ausgestiegen, sah ich zum ersten Mal die zahlreichen Wolkenkratzer und roch die allgegenwärtigen Imbisswagen. Ich war endlich in New York angekommen, aber noch lange nicht am Ziel. Unsere Unterkunft lag auf Staten Island, einem Bezirk von New York, den man am besten mit der kostenlosen Fähre erreicht. Nach knapp 31 Stunden Reisezeit waren wir alle froh, endlich in der Wohnung, die wir über das Internet gebucht hatten, angekommen zu sein. Die letzte Kraft, die wir noch hatten, steckten wir in einen kurzen Einkauf und in die Bestellung von drei Pizzen, von denen wir nicht mal eine ganz schafften. Todmüde schliefen wir direkt nach dem Essen ein.
Natürlich gibt es noch viele Geschichten aus New York, die ich euch im dritten Teil erzählen möchte – seid gespannt!

Autor: Noah   |  Rubrik: orientieren  |  22.11.2018
Autor: Noah
Rubrik: orientieren
22.11.2018