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Freiwilligendienst im Ausland

Kreativitätskiller

Eigentlich liebe ich es, beim Zeichnen oder zu Malen kreativ zu werden, Viola da Gamba zu spielen, beim Lesen oder Hörbuch hören in eine andere Welt einzutauchen – und auch für das ein oder andere Gedicht kann ich mich ab und zu begeistern.
Im Alltag geht all das oft unter, doch im Moment genieße ich meine Verschnaufpause zwischen Freiwilligendienst und Studium. Ich bin immatrikuliert, meine Wohnung ist gefunden und auch Kindergeldantrag und Versicherungen habe ich schon hinter mich gebracht, daher bleibt nun viel Freizeit.
Und mir ist aufgefallen, wie gut es tut, mich abends mit einem dicken Schmöker ins Bett zu legen. Oder ein neues Stück auf der Gambe zu lernen. Oder endlich einmal wieder meine Zeichenstifte hervorzuholen und mich in feinen Schattierungen zu üben.
Dass ich dafür normalerweise nicht mehr Zeit finde, liegt vor allem am Kreativitätskiller Nummer eins: meinem Smartphone. Denn auch wenn Posts auf Instagram und mein eigener Account mich anfangs noch zum Zeichnen motivierten und anleiteten – über dieses Stadium geht mein Medienkonsum längst hinaus. In einer Handynutzungsapp kann ich sehen, dass ich im Durchschnitt täglich über zwei Stunden an meinem Smartphone verbringe. Ganz schön viel eigentlich, oder? Würde ich diese Nutzung auch nur um die Hälfte reduzieren, hätte ich täglich quasi eine ganze Stunde mehr freie Zeit! Es mag zwar angenehm sein, nach einem langen Tag in den Sumpf von Instagram-Stories und Facebook-Posts einzutauchen – so richtig erholt fühle ich mich danach nicht.
Für meinen Start an der Uni nehme ich mir vor, mich regelmäßig zu bewegen und meine kreativen Hobbies nicht zu sehr zu vernachlässigen – auch wenn mir das manchmal schwerer fällt als der Griff zum Smartphone.

Autor: Anna  |  Rubrik: orientieren  |  Sep 18, 2019

Freiwilligendienst im Ausland

Sommerakademie

Während meines Freiwilligendienstes hatte ich von sogenannten „Youth Exchanges“ (Jugendaustauschprogrammen) und „Sommerakademien“ erfahren.
Diese Seminare werden in ganz Europa von verschiedenen Institutionen organisiert. Meist ist eine Bewerbung durch ein kurzes Motivationsschreiben erforderlich. Die ausgewählten Teilnehmer erhalten anschließend die Möglichkeit, während mehrerer Tage oder sogar Wochen an einem kulturellen Programm teilzunehmen, sich mit Jugendlichen aus anderen Ländern auszutauschen und ein bestimmtes Thema zu bearbeiten. Dafür wird nur eine sehr geringe Teilnahmegebühr fällig und auch die Reisekosten zum Veranstaltungsort können meist erstattet werden.
Vor einigen Monaten trat ich also einer Facebookgruppe bei, die Angebote für Jugendaustausche veröffentlicht und bewarb mich kurzerhand für eine Sommerakademie in Berlin. Und so kam es, dass ich in der letzten Augustwoche an einem Seminar der Europäischen Akademie Berlin teilnehmen durfte, in dem es um die gegenwärtige Situation der Europäischen Union, aber auch um diverse Aspekte unserer medialen Welt ging. Die Gruppe bestand aus 20 Teilnehmern aus Deutschland, Ungarn und Polen. Wir waren alle gemeinsam in einem Hotel untergebracht und nahmen jeden Tag von etwa 9 bis 18 Uhr an Vorträgen, Diskussionen, Workshops und einer Exkursion teil.
Die interessanteste Veranstaltung war für mich ein kurzer Vortrag der Journalistin und Bloggerin Alice Greschkow, mit der wir anschließend über die Rolle der sozialen Netzwerke für die politische Meinungsbildung diskutierten.
Schade fand ich lediglich, dass an den meisten Tagen hauptsächlich Vorträge stattfanden und es vergleichsweise wenig Gelegenheiten zum Austausch mit den Referenten beziehungsweise innerhalb der Gruppe gab. Letzteres holten wir aber natürlich abends bei ausgiebigen Spaziergängen durch Berlin und im Garten des Hotels nach.
Insgesamt war die Sommerakademie eine sehr intensive und bereichernde Erfahrung – nicht zuletzt bieten solche Programme die Möglichkeit, zu reisen und junge Menschen aus anderen Ländern kennenzulernen.

Autor: Anna  |  Rubrik: orientieren  |  Sep 12, 2019

Freiwilligendienst im Ausland

Brezel versus Baguette

Seit ich zurück in Deutschland bin, ist mir wieder einmal aufgefallen, dass sich einer der größten Unterschiede zu Frankreich in den Auslagen der Bäckereien offenbart:
Hierzulande gibt es stets eine große Auswahl an Körnerbrot, Brötchen und Laugengebäck. Am meisten vermisst habe ich tatsächlich die klassische Brezel!
Diese mag man in Frankreich eher selten finden, doch das Angebot der dortigen Bäckereien ist deshalb nicht weniger verlockend: Meist entdeckt man dort neben Croissants und Éclairs zahlreiche Varianten fantastischer kleiner Törtchen mit frischen Früchten, Vanille- oder Schokocreme und Sahne, die mit einer unglaublichen Kunstfertigkeit verziert werden. Und: ein echtes französisches Baguette kostet meist gerade einmal zwischen 85 und 95 Cent!
Einen weiteren preislichen Vorteil bieten französische Restaurants: Dort kann man jederzeit kostenlos stilles Wasser bestellen. Ich finde, dieses Prinzip könnten wir in Deutschland ruhig übernehmen! Apropos Wasser: Ein weniger erfreulicher Unterschied zwischen Frankreich und Deutschland besteht in der Entsorgung von Plastikflaschen. Während diese hier dank funktionierendem Pfandsystem wieder in den Supermarkt zurückgebracht werden, gehören sie in Frankreich in den Hausmüll. Der wiederum wird leider kaum getrennt. In manch ländlicher Region gibt es gerade einmal zwei verschiedene Mülltonnen und der Biomüll hat sich auch in vielen Städten noch nicht recht durchgesetzt. Das hätte ich vor meinem Freiwilligendienst so nicht erwartet.
Gewöhnen musste ich mich übrigens auch erst an die obligatorischen Küsschen auf beide Wangen zur Begrüßung. Bei meiner ersten WG-Besichtigung in Deutschland nur Stunden nach meiner Rückkehr wäre mir deshalb beinahe ein Malheur passiert - ich erinnerte mich gerade rechtzeitig daran, meinem Gegenüber die Hand – und nicht die Wange - hinzustrecken.

Autor: Anna  |  Rubrik: orientieren  |  Aug 26, 2019
Autor: Anna
Rubrik: orientieren
Aug 26, 2019