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Ausbildung live

Wenn ein Plan nicht funktioniert

Die Zeit vergeht wahnsinnig schnell. Wenn ich jetzt sage, in zwei Jahren und elf Monaten bin ich examinierte Kinderkrankenschwester, hört sich das noch unfassbar weit weg an. Ist es auch. Und irgendwie auch nicht. Jeder Tag, jede bestandene Prüfung bringt mich dem Examen ein Stück näher.
Gerade bin ich jedoch etwas frustriert. Vor mir liegt eine mündliche Prüfung. Eine Gruppenarbeit in Form einer Präsentation zum Thema Multiresistente Erreger. Eigentlich ein spannendes Thema. Auch meine Gruppe ist super und wir haben viele Ideen. Doch es scheitert an der Umsetzung. Wir haben bereits Videomaterial für die Präsentation gesammelt. Und mein Videoprogramm schneidet es auch, will es aber partout nicht speichern und konvertieren. Also müssen wir uns eine Alternative überlegen.
Ich bin jetzt schon froh, wenn ich die Präsentation endlich hinter mir habe. Es geht nicht um das Fachliche – das haben die anderen und ich sorgfältig herausgearbeitet. Aber das Schneiden, was normalerweise funktioniert, raubt mir den letzten Nerv. Und das frustriert unheimlich. Immerhin haben wir viel Zeit und Energie investiert. Nichtsdestotrotz wird am Prüfungstag ein Lächeln mein Gesicht zieren und ich werde mich professionell verhalten. Ob ich nochmal ein Videoprojekt für eine Präsentation starte, überlege ich mir allerdings zweimal.

Autor: Lydia  |  Rubrik: orientieren  |  11.01.2019

Ausbildung live

Nein sagen

Ich bin in vielen Angelegenheiten ein konfliktscheuer Mensch. Die Menschen in meiner Umgebung freuen sich über meine tolerante Art und auch darüber, dass ich zu vielen Sachen „Ja“ sage.
Aber warum tue ich das? Manche Vorschläge finde ich nicht gut, doch um einer Diskussion aus dem Weg zu gehen, sage ich „Ja, in Ordnung“. Ein Problem, das sicherlich viele Menschen kennen. Ich habe diese Gewohnheit hinterfragt und versucht, Gründe für und gegen dieses Verhalten zu finden.
Pro: mein Gegenüber bekommt seinen Willen und ist glücklich, außerdem habe ich keinen Konflikt provoziert.
Contra: Ich habe nicht zu meiner Meinung und meinen Gefühlen gestanden und muss nun etwas tun, worauf ich keine Lust habe.
Es sollte also eigentlich nicht schwer sein, „Nein“ zu sagen. Doch besonders, wenn der Chef oder eine nette Kollegin vor mir steht, kommt es mir einfach nicht über die Lippen. Dabei zeugt es von Selbstbewusstsein, „Nein“ zu sagen. Es zeigt Grenzen auf und kann langfristig Konflikte vermeiden. Warum fällt es den meisten dann so schwer? Vielleicht, weil unsere Gesellschaft erwartet, dass man zu jeder Zeit gut gelaunt, offen und hochmotiviert ist. Ein „Nein“ passt da nicht hinein.
Vielleicht probiert man es mit einem Kompromiss: Wenn ich zum Beispiel weiß, dass jemand anderes eine Aufgabe viel lieber und besser machen würde als ich, dann schlage ich vor, denjenigen zu fragen. Um ein „Nein“ nicht alleine stehen zu lassen, sollte man seinem Gegenüber auch immer sachlich erklären, warum das jetzt nicht geht oder man das nicht möchte. Vielleicht hat derjenige mehr Verständnis als man denkt. Natürlich sollte man sich nicht vor allem verschließen, und nur noch „Nein“ sagen. Doch sich bewusst zu machen, was man möchte und was nicht, ist ein erster Schritt.

Ausbildung live

Wie vergeude ich heute meine Zeit?

So ziemlich jedem Menschen ist wohl dieses Phänomen bekannt: Prokrastination. Prokrastinieren bedeutet, anstehende Aufgaben immer wieder aufzuschieben. Einfacher gesagt: Wenn ich mich mit dem Lernen für eine Klausur beschäftigen soll, muss ich auf einmal ganz dringend die Küche putzen.
Auch in der Berufsschule haben wir über das Thema gesprochen. Um herauszufinden, was unsere größten Zeitfresser sind, haben wir die Aufgabe bekommen, eine „Zeitfressertabelle“ zu erstellen. Es wird aufgezeichnet, wie jeder seine Zeit tatsächlich verbringt, und wie jeder seine Zeit eigentlich verbringen möchte oder sollte.
Mir fiel es schwer, diese Tabelle auszufüllen. Da ich seit der Mittelstufe neben der Schule gearbeitet habe und trotzdem meinen Hobbys nachgegangen bin, habe ich ein recht gutes Zeitmanagement entwickelt. Ich bin der Typ Mensch, der anstehende Sachen sofort erledigt und ungerne aufschiebt. Stundenlanges Serienschauen oder fünfmal am Tag die ganze Wohnung aufzuräumen ist weniger mein Ding. Im Gegenteil – ich kann gar nicht so lange still sitzen und mir Filme anschauen. Ich werde dann immer total unruhig. Selbst wenn ich mal meinen Fernseher anmache, schaue ich maximal zwei Folgen. Und meistens arbeite ich dann nebenher am Laptop.
Für den einen oder anderen hört sich das jetzt sehr diszipliniert und vielleicht auch spießig an, aber das ist es nicht. Ich bin ziemlich glücklich mit meinem Leben. Viele Dinge erfordern nun einmal viel Zeit. Mein Alltag verlangt nun mal Koordination. Mit der Tabelle habe ich trotzdem so meine Probleme. Richtige Zeitfresser finde ich nämlich nicht in meinem Leben. Wobei: Über so etwas nachzudenken, ist schon ein Zeitfresser.

Autor: Lydia  |  Rubrik: ausbildung  |  03.01.2019

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