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Locker bleiben!

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Egal ob Tourismuskauffrau, Elektroniker oder Technische Produktdesignerin: Niemand kann zu Beginn einer Ausbildung schon alles wissen.
Foto: Rita Eggstein

Ausbildungsstart – Umfrage

Locker bleiben!

Auszubildende im ersten Lehrjahr berichten von ihrem Start ins Arbeitsleben, von positiven Erlebnissen, von Fettnäpfchen – und geben Tipps für die ersten Tage im Beruf.

Jana Müller (22) macht eine Ausbildung zur Tourismuskauffrau mit Schwerpunkt Reiseveranstaltung bei der DER Touristik Deutschland GmbH am Standort Frankfurt am Main.

Ein Porträt-Foto von Jana Müller

Jana Müller

Foto: privat

Zu Beginn meiner Ausbildung war ich weniger nervös, als ich vorher gedacht hätte. Ich hatte nach den Auswahlgesprächen den Eindruck, dass die Firmenkultur für so ein großes Unternehmen recht entspannt ist und dass das Arbeiten hier bestimmt Spaß machen wird. So konnte ich meinen ersten Arbeitstag mit einem guten Gefühl antreten. Klar macht man sich Gedanken, wie man wohl bei den Kollegen ankommt, welche Aufgaben auf eine zukommen und ob man sich irgendwie blamieren könnte. Aber ich habe diese Gedanken einfach ignoriert und mich darauf konzentriert, einen positiven Eindruck zu hinterlassen.

In den ersten Tagen war ich noch etwas zurückhaltend und wollte erst einmal die Kollegen und ihre Arbeitsweise kennenlernen. Ich habe mich aber schnell in meiner Abteilung zurechtgefunden und wurde direkt in das tägliche Arbeitsleben eingebunden. Wenn man sich aktiv einbringt und interessiert ist, ist der Einstieg ins Arbeitsleben meiner Meinung nach problemlos und macht Spaß! Solange man über sich selbst lachen kann und es beim nächsten Mal besser macht, ist auch das eine oder andere Fettnäpfchen kein Beinbruch. Mein Tipp: Bleib du selbst, auch wenn du nervös bist! Jeder im Büro kennt das Gefühl, am ersten Tag in den neuen Job zu kommen und niemand wird von dir erwarten, dass du gleich perfekte Arbeit ablieferst und schon alles weißt. Nach ein paar Tagen wird es dir vorkommen, als hättest du nie etwas anderes gemacht.

Dario Tomoski (18) hat im August eine Ausbildung zum Kaufmann für Versicherungen und Finanzen bei der Allianz Deutschland, Bereich Lebensversicherung in Hannover begonnen.

Ein Porträt-Foto von Dario Tomoski

Dario Tomoski

Foto: Kai Hornung

Nervös war ich vor meinem ersten Arbeitstag nicht. Ich habe mich sehr auf den Tag gefreut und kannte die anderen Azubis bereits, da wir mit unseren Ausbildern im Vorfeld etwas unternommen haben. Die ersten Arbeitstage waren ein sehr angenehmer Start ins Arbeitsleben – auch, weil die Mitarbeiter viel Interesse an uns zeigten und uns kennenlernen wollten. Nach der Arbeit war ich trotzdem immer relativ platt, denn jeder Tag brachte viele neue Eindrücke mit sich.

Einen typischen Arbeitstag gibt es für uns Azubis nicht. Wir haben viele Schulungen und erarbeiten und halten Präsentationen, was mir sehr viel Spaß macht. Von meinem ersten Gehalt habe ich dann meine Eltern und meine Freunde zum Essen eingeladen.

Ganz ohne Fettnäpfen lief es aber nicht: Die ersten drei Tage hatte ich vergessen, mich einzustempeln. Das war mir etwas unangenehm, aber auch nicht weiter schlimm und konnte schnell behoben werden. Ich rate neuen Azubis: Macht euch nicht zu viele Gedanken und lasst es einfach auf euch zukommen. Es ist etwas anderes als die Schule, deshalb sollte man auf jeden Fall offen für Neues sein.

Susan Mohr (21) macht eine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement mit der Zusatzqualifikation zur Fremdsprachenkorrespondentin bei der DZ Bank in Frankfurt am Main.

Ein Porträt-Foto von Susan Mohr

Susan Mohr

Foto: privat

Vor meinem ersten Arbeitstag war ich nervös, aber auch neugierig, was mich erwartet: Was werden meine Aufgaben sein? Wie sind die Kollegen? Wie wird das Arbeitsklima sein? Die ersten Tage fielen mir tatsächlich schwer. Neue Gesichter, neues Umfeld, feste Arbeitszeiten und neue Tätigkeiten – an all das musste ich mich erst gewöhnen. Heute klappt das schon besser.

Eine besonders positive Erfahrung waren die „StartUp-Days“; zwei Tage, an denen wir viel über Kommunikation und Teambuilding gelernt haben. Es gibt bei der DZ Bank außerdem Initiativen wie die „Energiescouts“ oder die „Workplace Lotsen“, in denen wir zu bestimmten Themen geschult werden und unser Wissen an andere Mitarbeiter weitergeben können. Außerdem gibt es ein Patenprogramm, sodass jeder neue Azubi eine Nachwuchskraft aus einem höheren Jahrgang zur Seite hat und alle Fragen loswerden kann, die er der Personalabteilung nicht unbedingt stellen will.

Von meinem ersten Gehalt habe ich mir neue Blusen für die Arbeit geholt, von denen ich am Anfang viel zu wenig hatte. Außerdem habe ich meine Eltern zum Essen eingeladen. Mein Rat an alle neuen Azubis: Habt keine Angst davor, Fehler zu machen. Die Aufgaben, die auf euch zukommen, werden für viele neu sein. Macht euch also keinen Druck!

abi>> 10.12.2018

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