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Von der Reportage bis zum Interview

Ein Online-Redakteur einer Tageszeitung arbeitet an seinem Computer
Während eines Volontariat bei einer Zeitung lernt man den Redaktionsalltag kennen und darf selbst kleinere Beiträge verfassen.
Foto: Klaus-Dietmar Gabbert

Volontariat

Von der Reportage bis zum Interview

Theresa Parstorfer ist Volontärin bei der Süddeutschen Zeitung. Zwei Jahre lang erhält die 27-Jährige Einblick in verschiedene Redaktionen, recherchiert Themen, führt Interviews und verfasst eigene Beiträge.

Ich habe schon immer gern geschrieben und mag es, Geschichten zu erzählen“, begründet Theresa Parstorfer ihren Wunsch, Redakteurin zu werden. „Außerdem finde ich, dass der Journalismus eine wichtige gesellschaftliche Funktion einnimmt.“

Bereits während ihres Bachelorstudiums in Geschichte und Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität München absolvierte Theresa Parstorfer ein Praktikum bei der „Junge Leute“-Seite, die im München-Ressort der Süddeutschen Zeitung (SZ) erscheint. Hier schreiben junge Menschen einmal pro Woche Texte für die SZ über interessante Projekte anderer junger Leute. Nach dem Bachelorabschluss studierte Theresa Parstorfer ein Jahr lang das Fach „Refugee and Forced Migration Studies“ an der britischen University of Oxford. Schon vor dem Masterstudium hatte sie sich für ein Volontariat bei der SZ beworben. „Nach dem Abschluss konnte ich direkt das zweijährige Volontariat beginnen“, erzählt die 27-Jährige.

Den Redaktionsalltag kennenlernen

Ein Porträt-Foto von Theresa Parstorfer

Theresa Parstorfer

Foto: privat

Zunächst arbeitete Theresa Parstorfer sechs Monate lang in der Landkreis-Redaktion in Ebersberg: „Hier macht jeder alles. Ich habe Gemeinderats- und Bauausschusssitzungen besucht sowie über Theater- und Konzertaufführungen und über Veranstaltungen lokaler Vereine berichtet.“ Neben den festen Terminen konnte die Volontärin auch über selbstrecherchierte Themen schreiben: „Ich habe einige Sportlerporträts verfasst. Wichtig in der Landkreis-Redaktion ist vor allem der lokale Bezug.“ Bei größeren Geschichten haben ihr die erfahrenen Redakteure oft Tipps zur Verbesserung gegeben – im Alltagsgeschäft, wo es meist schnell gehen muss, blieb hingegen weniger Zeit dafür.

Nach einem Abstecher in eine der Online-Redaktionen der SZ ging es in die Wirtschaftsredaktion – neben der Innen- oder der Außenpolitik, der Digital-Ausgabe, der Hauptstadt-Redaktion in Berlin und dem Bayern-Teil eine der jeweils zweimonatigen Pflichtstationen. „In der Wirtschaftsredaktion recherchierte ich in erster Linie vom Schreibtisch aus und ging weniger auf Termine als in der Landkreisredaktion“, erklärt sie. In ihrer Wahlstation möchte sie nach Brüssel gehen, andere Volontäre entscheiden sich etwa für die Sportredaktion oder das Feuilleton. „Spannend fand ich, als wir in einer Gruppe von acht Volontären einen Monat lang selbstständig eine Gesellschaftsbeilage produziert haben“, berichtet Theresa Parstorfer.

Sprachgefühl und Stressresistenz

In begleitenden hausinternen und externen Seminaren befasst sie sich mit sämtlichen journalistischen Textformen wie Reportagen, Meldungen oder Interviews und lernt unter anderem, wie man gute Überschriften und Bildunterschriften formuliert. „Ein Gefühl für Sprache und ein gewisses Talent fürs Schreiben sollte man mitbringen, um als Journalist tätig zu sein“, betont die Nachwuchsjournalistin. „Außerdem sollte man unter Druck arbeiten können, denn bei einer Tageszeitung muss es oft schnell gehen.“ Hinzu kommt, dass man für die unterschiedlichsten Themen offen sein sollte – vor allem in einer Lokalredaktion. Ihr Tipp für angehende Volontäre: „Man wird nicht selten ins kalte Wasser geworfen. Aber auf diese Weise lernt man schnell, wie die Arbeit in einer Redaktion funktioniert. Wer offen ist und sich immer wieder auf neue Themen einlässt, wird mit Sicherheit viel lernen.“

abi>> 12.03.2019

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